Willkommen bei unserem großen Rennradlenker Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Rennradlenker. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher zu machen und dir dabei helfen, den für dich besten Rennradlenker zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Rennradlenker kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der richtige Lenker garantiert dir maximalen Fahrspaß, ohne schmerzhafte Einschränkungen.
  • Dies gilt für jedes Rad, bei Rennrädern hat der Lenker eine charakteristische Form, die extra für die Haltung auf dem Rennrad konzipiert wurde.
  • Rennradlenker sind stark auf Aerodynamik ausgelegt. Es gibt je nach Material und Hersteller eine große Preisspanne bei den Modellen.

Rennradlenker Test: Das Ranking

Platz 1: Syntace Racelite Carbon

Platz 2: Ritchey WCS Carbon Evolution

Platz 3: Ritchey Superlogic

Platz 4: T3 Superergo

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Rennradlenker kaufst

Welche Größe brauche ich?

Die Breite des Lenkers ist entscheidend für eine optimale und bequeme Sitzposition auf dem Rennrad. Ein zu kurzer Lenker kann Schulterprobleme hervorrufen oder Druck auf den Bauch aufbauen.

Die Breite eines Lenkers wird anhand der Schulterbreite des Fahrers gemessen. Hierbei misst man von Schultergelenk zu Schultergelenk. Nicht von dem äußersten Punkt der Schulter!

Die Schulterbreite entspricht somit der empfohlenen Breite des Lenkers. Man kann den Lenker dennoch einen bis 2 cm schmäler oder bis 4 cm breiter kaufen, das Gefühl sollte ausschlaggebend sein. Die Lenker werden meist in einer 2 cm Größendifferenz angeboten.

Manche Hersteller messen die Lenkerbreite mitte bis mitte oder außen bis außen. Deswegen vorher nachfragen oder falls möglich selbst nachmessen!

Ein weiterer Punkt zur bestimmung der Größe eines Lenkers ist die Klemmung des Lenkers. Es ist wichtig zu beachten, ob der gewünschte Lenker überhaupt in den Vorbau des Rennrades geklemmt werden kann. Die gängigsten Größen für den Durchmesser der Klemmung sind:

  • 23.8 mm für sehr alte Stahllenker
  • 25.4 mm ist ein gängiges Standardmaß für Rennradlenker
  • 31.8 mm auch ein gängiges Maß für Dropbars

Desweiteren gibt es Rennvelos, deren Lenker und Vorbau als eine Komponente zusammen sind. Hierbei muss für eine Erneuerung des Lenkers auch auf einen neuen Vorbau geachtet werden oder man kauft erneut eine Lenker/Vorbau Kombination.

Ein weiterer Punkt in der Bestimmung der Größe ist der Reach bzw. Drop des Lenkers.

Die horizontale Linie des Lenkers ist der Reach oder Vorbiegung. Der Reach misst also wie weit der Lenker nach vorne geht. Der Drop des Lenkers ist die vertikale Linie und misst den Bogen des Lenkers. Desto schmäler der Bogen, umso geringer ist der Drop.

Rennradlenker mit Bremskabel

Der richtiger Lenker bringt dir automatisch Komfort auf deinem Bike. Nackenschmerzen und andere Verkrampfungen sollten nicht auftreten, wenn du den passenden für dich gefunden hast.  (Foto: Markus Spiske / pexels.com)

Welche Hersteller sind empfehlenswert?

Gerade bei Carbon Lenkern sollte auf eine renommierte Marke zurückgegriffen werden. Ein Lenkerbruch kann fatale Folgen haben. Firmen wie T3, Syntace oder Richtey produzieren die qualitativ hochwertigsten Lenker. Eine umfassende Qualitätssicherung können sich nur größere Hersteller leisten.

Wo kauft man am besten einen Rennradlenker?

Man kann durchaus seinen Rennvelo Lenker im lokalen Fahrradladen kaufen. Es gibt jedoch unzählige Online Shops, die mit einer riesen Auswahl an verschiedenen Bügellenkern werben. Hierbei hat man durchaus die Qual der Wahl.

Vorteil beim Kauf im Internet ist die rießige Auswahl an Produkten. Sowie die Lieferbarkeit von verschiedensten Breiten und Bügellängen.  Die Preisspanne an angebotenen Produkten wird die eines lokalen Shops natürlich auch überbieten können. Lieferzeiten sind heutzutage auch kein Problem mehr. 1-3 Tage und das gewünschte Produkt liegt vor der Haustür.

Entscheidung: Welche Arten von Rennradlenkern gibt es und welche ist der richtige für dich?

Bei Rennradlenkern kann man grundsätzlich zwischen 3 verschiedenen Varianten unterscheiden. Hierbei kommt es größtenteils auf die Disziplin an, in der man sich bewegt.

Klassischer Lenker

Der Klassische Lenker wird kaum noch an neueren Modellen verbaut. Er hat einen steil abfallenden Reach und einen gleichmäßigen Bogen. Diese Art des Lenkers ist noch an Retro Rennrädern zu finden oder an Stahlrennrädern. Ein Beispiel für einen klassischen Lenker ist der “Schmolke The Lightest One“.

Ergo Lenker

Der Ergo Lenker oder auch ergonomische Lenker ist die aktuell meist verbaute Art. Der Ergo Lenker unterscheidet sich in einem flacheren Reach sowie einem nach unten offeneren Bogen. Somit hilft der Ergo Lenker bei einer aufrechten Sitzposition und lässt den Rücken weniger stark biegen. Ein Beispiel für einen Ergo Lenker ist der “T3 Superergo”.

Anatomic Lenker

Der anatomische Lenker unterscheidet sich zum Ergo Lenker nur in einem gerade ausfallenden Bogen. Dieser soll komfort bieten, falls sehr viel am Unterlenker gefahren wird. Desweiteren ist der Oberlenker sehr flach gehalten und nicht rund wie gewöhnlich. Ein Beispiel für einen anatomischen Lenker ist der “Ritchey Biomax”.

Im folgenden Bild ist ein Ritchey Lenker im Anatomic Design zu sehen:

Vor- und Nachteile eines Rennradlenkers

Vorteile
  • Nur für das Rennrad entwickelt
  • Maximaler Komfort und Leistung im Wettkampf
  • Universelle Passform
  • Große Preisspanne (30-450€)
Nachteile
  • Lange Suche nach dem passenden Lenker

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Rennradlenker vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Rennradlenker vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmtes Produkt für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Material
  • Gewicht

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat, und wie du diese einordnen kannst.

Material

Ein gutes Kriterium für den Kauf eines Rennradlenkers ist das verwendete Material. Man kann zwischen Carbon, Aluminium und Stahl entscheiden. Jedoch werden Stahllenker heutzutage kaum noch verkauft und haben an moderneren Sportgeräten nichts zu suchen. Somit fällt die Wahl auf Carbon oder Aluminium.

Carbon ist die leichtere und teurere Variante der beiden Möglichkeiten. Carbon ist sehr empfindlich und kann leicht brechen. Es ist also sehr wichtig vorsichtig mit seinem Sportgerät umzugehen um etwaige Risse zu verhindern.

Rennfahrer beim Zeitfahren

Spezielle Profiräder haben einen ganz anderen Lenker, wie hier ein Rad für Zeitfahren. Hier wird vorne an den Händen gebremst. (Foto: Chris Peeters / pexels.com)

Carbon kann im Rennradsport eingesetzt werden, da dieser Sport weniger Material belastend ist und eine Sturzgefahr geringer ist, wie beispielsweise im Downhill oder mit dem BMX Rad.

Aluminium ist einfacher in der Handhabung, da es weniger empfindlich ist und sich besser zum herumschrauben eignet. Neben dem günstigeren Preis ist dieses Material nicht so empfindlich gegen falsche Drehmomente und es gibt auch kaum eine Gewichtsbeschränkung, falls der Fahrer sehr schwer sein sollte.

Bitte beachte, dass ein Lenker nach einem Sturz oft ausgetauscht werden muss, gerade Carbon ist in dieser Hinsicht für den Hobbysportler schwer zu überprüfen und im Ersatzfall dementsprechend teuer.

Gewicht

Für wen das Gewicht eine Entscheidende Rolle spielt, sollte natürlich auf Carbon Rennrad Lenker zurückgreifen. Diese gibt es schon um Federleichte 130 Gramm. Diese Leichtgewichte kosten jedoch um die 350-400 Euro.

Die etwas schwereren Aluminium Versionen gibt es schon ab 30 Euro. Das Gewicht bei herkömmlichen Lenkern liegt bei 35 Euro.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Rennradlenker

Wie montiert man einen Rennradlenker?

Einen Rennradlenker montiert man mittig an dem Vorbau des Rades. Die Neigung des Lenkers ist dabei jedem selbst überlassen. Der Standard besagt, dass der Oberlenker sowie die Reach parallel zum Boden montiert werden sollte.

Rennrad an einer Ziegelwand

Bei Rennradlenkern gibt es viele Modelle und eine sehr große Preisspanne. Achte vor dem Kauf auf das Modell deines Bikes und ob das Rohr den entsprechenden Durchmesser aufweist. (Foto: Leandro Estock / pexels.com)

Gibt es Alternativen zu einem Rennradlenker?

Für den größtmöglichen Fahrspaß sowie die optimale Sitzpostiion auf einem Rennrad sollte ein dafür entsprechender Lenker verbaut sein. Man kann durchaus für den Stadtverkehr einen normalen, kurzen Lenker beutzen. Dies hat jedoch mit dem eigentlichen Rennradsport nichts mehr zu tun und tendiert in Richtung der Fixie Räder.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] https://www.tour-magazin.de/service/ratgeber/die-besten-tipps-fuer-rennrad-anfaenger/a44300.html


[2] https://www.mybike-magazin.de/fahrraeder_und_ebikes/basiswissen/der-richtige-lenker-loest-viele-probleme/a1246.html


[3] https://radlvoo.de/der-richtige-rennlenker/

Bildnachweis: Snapwire / pexels.com

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