Lastenanhänger Fahrrad
Zuletzt aktualisiert: 27. Juli 2020

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Lastenanhänger für dein Fahrrad erleichtern es dir, deinen Alltag nachhaltig und unkompliziert ohne Auto zu bewältigen. Je nach Modell kannst du mit ihrer Hilfe deine Kinder von der Kita abholen oder bequem deinen Wocheneinkauf erledigen, ohne auf etwas verzichten zu müssen. Mit Hilfe einer Anhängerkupplung an deinem Fahrrad kannst du sie beliebig an- und abkoppeln.

Mit unserem Lastenanhänger Test 2020 speziell für Fahrräder wollen wir dir dabei helfen, die für dich beste Eisenpfanne zu finden. Wir haben verschiedene ein- und zweirädrige Lastenanhänger miteinander verglichen und dir die jeweiligen Vor- sowie Nachteile dazu aufgelistet, um dir deine Kaufentscheidung so einfach wie möglich zu machen.

Inhaltsverzeichnis




Das Wichtigste in Kürze

  • Lastenanhänger für Fahrräder ermöglichen es dir, unkompliziert und stressfrei schweres und unhandliches Gepäck, deine Kinder oder deinen Hund von A nach B zu transportieren.
  • Grundsätzlich kannst du dich zwischen ein- und zweirädrigen Lastenanhängern entscheiden. Zusätzliche Kriterien wie Traglast und Ausstattung ermöglichen es dir, den für dich passenden Anhänger zu finden.
  • Wer mit einem Lastenanhänger im Straßenverkehr unterwegs sein will, muss viel beachten. So darf ein Anhänger nur 1m breit und 1,40m hoch sein, nicht zu schwer beladen werden und muss zudem mit entsprechenden Leuchten und Reflektoren ausgestattet sein.

Lastenanhänger für Fahrräder Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Fahrrad-Lastenanhänger für einfache Anforderungen

Der Lastenanhänger 20315 von TIGGO ist ein solider Alltagsbegleiter ohne viel Schnick-Schnack zu einem fairen Preis. Er besteht aus einem stabilen Stahlrohrrahmen und einer separaten Transportbox aus recyceltem Kunststoff. Eine wasserabweisende Schutzplane sowie eine universelle Kupplung sind im Lieferumfang inklusive.

Die Zusammenbau ist auch für ungeübte Laien schnell erledigt. Zudem kann er dank seines Aufbaus sowohl als Fahrradanhänger als auch als Handwagen eingesetzt werden.

Der beste Fahrrad-Lastenanhänger zum Platzsparen

Der BURLEY Fahrrad-Lasten-Anhänger Flatbed ist mit seinen 6,5 Kilogramm ein echtes Leichtgewicht unter seinen Kollegen. Sein Aluminium-Rahmen lässt sich bei Bedarf schnell zusammenklappen. Die Räder können durch einen Push-Button schnell demontiert werden.

Viele Kunden hat er als Urlaubsbegleiter überzeugt, da er sich bequem im Auto neben dem restlichen Gepäck verstauen lässt. Trotzdem muss man bei seiner Nutzung auf nichts verzichten. Er lässt sich bis zu 45 Kilogramm beladen und die offene Bauweise erlaubt sperrige Lasten.

Der beste Fahrrad-Lastenanhänger in sportlicher Aufmachung

Für alle, die gerne schneller und auch jenseits der Straßen unterwegs sind, empfiehlt sich der Burley Lastenanhänger COHO CX. Als gefederter Einspuranhänger erlaubt er Touren durch unebenes Terrain und bei hohen Geschwindigkeiten.

Er überzeugt mit seinem durchdachten Design. Mit seinem speziellen Anhängesystem lässt er sich problemlos an viele verschiedene Fahrradtypen koppeln. Ein dreistufiger Kippständer erlaubt er unkompliziertes Be- und Entladen. Hier kann er zudem mit 31,8 Kilogramm beladen werden.

Und das Beste zum Schluss: Der Fahnenhalter ist gleichzeitig auch ein Flaschenöffner!

Der beste Fahrrad-Lastenanhänger in familienfreundlicher Aufmachung

Der HOMCOM 360° 2 in 1 Fahrradanhänger entpuppt sich als ein wahres Multitalent im Familienalltag. So ist er nicht nur als Fahrradanhänger nutzbar, sondern kann auch mit einem Handgriff, ohne Werkzeug und auch unterwegs schnell in einen Buggy umgebaut werden.

In ihm finden bequem bis zu 2 Kinder Platz. Durch den niedrigen Einstieg an der Vorderseite können auch ältere Kinder selbstständig in den Anhänger steigen. Durch die Federung der Hinterachse werden Unebenheiten und Stöße optimal gedämpft und erhöhen den Komfort der kleinen Fahrgäste.

Der beste Fahrrad-Lastenanhänger für die Mitfahrt von Tieren

Der 2 in 1 Hundeanhänger von Trixie ist speziell auf die Bedürfnisse deines vierbeinigen Begleiters ausgerichtet. Das Nylon-Verdeck mit eingelassenen Gaze-Fenstern schützt vor Wind und Wetter und vernachlässigt dabei nicht die ausreichende Luftzirkulation. Durch seinen großzügigen Aufbau fühlen sich auch größere Hunde während der Fahr nicht eingeengt.

Eine separate Hecktür ermöglicht einen problemlosen Einstieg für deinen Hund und dank der integrierten Kurzleine wird er während der Fahrt ausreichend gesichert. Die mitgelieferte Universalkupplung verträgt sich mit allen gängigen Fahrradtypen, ist dabei besonders stabil und lässt sich bei Bedarf dennoch leicht abkoppeln.

Kauf- und Bewertungskriterien für Lastenanhänger für Fahrräder

Beim Kauf eines Lastenanhängers für dein Fahrrad gibt es viel zu beachten. Damit du nicht den Überblick verlierst, zeigen wir dir, anhand welcher Aspekte du dich zwischen der Vielzahl an möglichen Anhängern entscheiden kannst.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du die Lastenanhänger für Fahrräder miteinander vergleichen kannst, umfassen:

Transportgut

Eine der ersten Fragen, die du dir vor dem Kauf eines Lastenanhängers stellen solltest, wäre: Was möchte ich eigentlich transportieren?

Möchtest du deine Kinder jeden Morgen sicher in die Kita bringen oder mit deinem Hund auch öfter mal ins Grüne fahren? Oder willst du deinen Wocheneinkauf um die ein oder andere Getränkekiste ergänzen? Je nachdem, welchen Zweck dein Fahrradanhänger erfüllen soll, ergeben sich verschiedene Lösungen, die auf deine Bedürfnisse hin bereits angepasst sind.

So haben Anhänger, die speziell für die Fahrt mit Kindern oder Hunden ausgelegt sind, bereits eine Art Fahrgastzelle mit jeweils entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen.

Sicherlich besteht auch die Möglichkeit deinen Einkauf oder dein Gepäck in einem Kinder- oder Hundeanhänger zu verstauen. Umgekehrt solltest du jedoch definitiv darauf verzichten, deine Kinder oder deinen Hund in einem gewöhnlichen Lastenanhänger mitzunehmen.

Traglast

Die Grenzen für das maximale Gewicht, mit dem du deinen zukünftigen Lastenanhänger beladen darfst, sind eng bemessen. Sie ergeben sich aus der Gesamtsumme des Eigengewichts deines Fahrrads, deines Anhängers, seiner zusätzlichen Beladung und dir selbst, als Fahrer*in. Achte in jedem Fall auf die Vorgaben des Herstellers!

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Generell gilt für Lastenanhänger ohne eigenes Bremssystem eine maximale Traglast von bis zu 40 Kilogramm.

Wenn der Anhänger über ein eigenes Bremssystem, meist in Form einer Auflaufbremse, verfügt, darf er mit bis zu 80 Kilogramm beladen werden.

Es ist wichtig, sich über diesen Punkt bereits im Vorfeld Gedanken zu machen, da das Bremssystem in der Regel nicht nachgerüstet werden kann.

Auch der Typ deines Lastenanhängers kann das mögliche Zuladegewicht beeinflussen. So können einrädrige Anhänger nicht so schwer beladen werden wie zweirädrige. Hier liegen die Vorgaben der Hersteller meist zwischen 27 und 38 Kilogramm.

Aufbau und Ausstattung

Aluminium, Stahl, Holz oder Kunststoff? Pritsche oder Kastenwagen? Die Räder in 16 oder lieber 20 Zoll? Vielleicht sogar faltbar? So vielfältig wie die Bedürfnisse an Lastenanhänger für Fahrräder sind auch ihre Ausführungen.

Während Kinder- oder Hundeanhänger, wie bereits erwähnt, mit einer eigenen Fahrgastzelle ausgestattet sind, findest du für gewöhnliche Lastenanhänger die größte Vielfalt möglicher Ausführungen.

Lastenanhänger gibt es in den verschiedensten Formen.

Diese reichen von einer simplen Ladefläche, als einer Art Pritsche, über Modelle mit einer, teilweise auch demontierbaren, Reling rundherum bis hin zu kompletten, verschließbaren Kastenaufbauten.

Die Räder sind meist ähnlich aufgebaut wie deine Fahrradräder. Die gängigsten Größen hier sind 16 oder 20 Zoll. Bei deiner Entscheidung diesbezüglich solltest du das mögliche Gewicht, welches du transportieren möchtest, mitbedenken. So lassen sich größere Lasten mit größeren Rädern leichter bewegen und sorgen dadurch für ein angenehmeres Fahrgefühl.

Je nachdem wie empfindlich deine Fracht ist oder auf was für Straßen und Wegen du unterwegs bist, könnte auch eine Federung deines Anhängers eine sinnvolle Ergänzung sein. Sie sorgt dafür, dass Erschütterungen und Stöße besser abgedämpft werden. Gerade für Kinder- und Hundeanhänger wird dadurch auch der Fahrkomfort der Insassen erhöht. Hierfür kann man sich zwischen Modellen mit einer Blatt- oder Feder-Federung entscheiden.

Wenn du über wenig Platz verfügst, um deinen Anhänger daheim zu verstauen, gäbe es auch faltbare Lösungen. Diese lassen sich entweder mitsamt oder nach einer einfachen Demontage der Räder über diverse Schanierverbindungen bequem zusammenklappen.

Montagemöglichkeiten

Es gibt zwei Arten von Kupplungen, mit denen du deinen Anhänger an dein Fahrrad koppeln kannst.

Anhänger mit einer Hochdeichsel werden über eine Kupplung an der Sattelstange deines Fahrrads montiert. Anhänger mit einer tiefliegenden Deichsel werden an deiner Hinterradnabe befestigt.

Hochdeichsel-Kupplungen sind meist auch sogenannte Kugelkupplungen
Die Deichsel deines Anhängers mündet hierbei in einer Art Pfanne, die du über eine Kugel an der Kupplung deines Fahrrads stülpst und dort fixierst. Sie werden entweder direkt in die Sattelschelle, die deine Sattelstange im Rahmen fixiert, eingesetzt oder mit einem Adapter an der Sattelstange selbst höhenverstellbar befestigt.

Um eine Anhängerkupplung am Hinterrad anbringen zu können, müssen mindestens 5 mm Platz auf den Achsstangen deines Hinterrads vorhanden sein, ohne dass die fixierenden Schrauben dabei durch zu wenig Gewinde ihren Halt verlieren. Hierfür kommt es auch darauf an, welchen Typ deine Hinterradachse hat.

Sicherheit

Die größten Gefahren beim Fahren mit einem Anhänger bestehen darin, dass dieser zum einen kippen könnte und sich zum anderen die Kupplung zu deinem Fahrrad löst. Um das zu vermeiden, gibt es viele Empfehlungen, auf die du beim Kauf bereits achten kannst.

Je niedriger der Schwerpunkt deines Fahrradanhängers, desto besser!

Gerade Kinder- und Hundeanhänger werden aus diesem Grund auch nur mit einer Tiefdeichsel angeboten, welche du über eine Kupplung an der Hinterradachse mit deinem Fahrrad verbindest. Genauso können hier zum Boden hin nach außen geneigte Räder die Stabilität deines Anhängers erhöhen.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Sicherung deiner Fahrgäste oder Ladung. So sollte gerade bei Kinder- und Hundeanhängern die Fahrgastzelle durch einen metallenen Umlaufbügel zusätzlich stabilisiert sein. Zusätzliche Gurte an den Sitzen sind für deine Kinder ein absolutes Muss. In diesem Zusammenhang ist es hilfreich auf entsprechende Prüfsiegel zu achten. Hier sind die wichtigsten Siegel TÜV und GS.

Auch wenn du nur mit einem gewöhnlichen Lastenanhänger unterwegs sein möchtest, bleibt das Thema Ladungssicherung dennoch relevant. Wenn du dich nicht für einen verschließbaren Kastenaufbau entscheidest, sollte dein Anhänger die Möglichkeit bieten, über Gurte deine Ladung sicher auf dem Anhänger zu fixieren.

Entscheidung: Welche Arten von Lastenanhängern für Fahrräder gibt es und welche ist die richtige für mich?

Wenn du dir einen Lastenanhänger für dein Fahrrad zulegen möchtest, gibt es 2 Produktarten, zwischen denen du dich entscheiden kannst: einrädrige Lastenanhänger, auch Einspuranhänger genannt, oder zweirädrige. Beide eignen sich aufgrund ihrer Handhabung und ihrer Eigenschaften für spezielle Einsatzgebiete.

Typ Vorteile Nachteile
Einspuranhänger Ideal als Gepäckanhänger auf langen Radtouren, flexibles Fahrverhalten geringere Traglast, Gewicht liegt auf der Hinterradachse
Zweiradanhänger Ideal für den Einsatz im Alltag, höhere Traglasten schlechtere Kurvenlage gerade bei Tiefdechsel, sperrig durch breite Bauart

Um dir eine bessere und konkretere Vorstellung, was dich beim jeweiligen Anhängertyp erwartet, haben wir für dich dieses Video herausgesucht. Hier kannst du sehen, wie beide Varianten im Einsatz aussehen.

Einrädrige Lastenanhänger

Einrädrige Lastenanhänger

Einrädrige Lastenanhänger sind gerade dann interessant, wenn du eher sportlich und auch mal fernab der Straße unterwegs bist. Ihre Bauweise bringt gerade auf langen Radtouren einige Vorteile mit sich, birgt aber auch einige Tücken.

Vorteile
  • wendiges und spurtreues Fahrverhalten
  • schmale und leichte Bauweise
  • geeignet für hohe Geschwindigkeiten und kurvenreiche Strecken
Nachteile
  • geringere Traglast
  • schwieriges Beladen und Rangieren
  • höhere Belastung der Hinterradachse

Durch das eine Rad bilden sie quasi eine Verlängerung deines Fahrrads und passen sich dadurch deiner Fahrweise spurtreu an. Enge Kurven, Offroad-Gelände oder hohe Geschwindigkeiten stellen für ihren Einsatz keine Hindernisse dar. Gerade für Mountainbikes oder Rennräder ohne Gepäckträger sind sie eine gute Ergänzung.

Diese Anhänger werden aus einem leichten Aluminium-Rahmen und einer soliden Kunststoffplatte gefertigt. Eine passende Packtasche für den Anhänger wird durch die Hersteller in der Regel direkt mitgeliefert.

Es gibt Einspuranhänger sowohl mit einer Hochdeichsel zur Befestigung an der Sattelstange als auch mit einer tiefliegenden Y-Deichsel. Diese wird an beiden Enden der Hinterradachse befestigt.

Sowohl das Befestigen als auch Beladen des Anhängers im Alleingang ist zugegebenermaßen trickreich, da er gerade im Stand leicht zur Seite kippt. Hierfür gibt es Modelle mit verstellbaren Standbeinen, die das verhindern. Du kannst dir aber auch ein zweites Paar Hände zur Hilfe holen.

Zweirädrige Lastenanhänger

Zweirädrige Lastenanhänger

Zweispurige Fahrradanhänger eignen sich perfekt für den Alltag, da sie größere Lasten aufnehmen können als ihre einspurigen Kollegen. Das bringt viele Vorteile für deine täglichen Erledigungen mit sich.

Vorteile
  • höhere Traglasten
  • geringe Belastung der Hinterradachse
  • vielseitig nutzbar, z.B. auch als Handwagen
Nachteile
  • weniger flexibles Fahrverhalten
  • breite Bauart

Ihre Bauart sorgt dafür, dass sie ihr Gewicht größtenteils alleine tragen und die Hinterradachse deines Fahrrads nicht zusätzlich belastet wird. Auch die Beladung zweispuriger Anhänger ist dadurch leichter.

Zweispurige Anhänger gibt es in vielfältigsten Formen und Ausführungen, von simplen Pritschen-Wagen, die aus einer einfachen Ladefläche auf Rädern bestehen, bis hin zu komplexen Kasten-Aufbauten. Auch Kinderanhänger und Hundeanhänger sind in den meisten Fällen zweirädrig angelegt und legen dabei viel Wert auf die Sicherheit ihrer Fahrgäste.

Ein Vorteil dieses Anhängertyps ist, dass sie meist mit wenigen Handgriffen zum Hand- oder Kinderwagen umgerüstet werden können und somit zwischen 20 und 50 Kilogramm schwerer beladen werden dürfen. Wenn eine solche alternative Nutzung deines Fahrradanhängers möglich ist, werden beide Traglasten vom Hersteller jeweils separat angegeben.

In Bezug auf ihre Größe und ihr Fahrverhalten braucht es ein bisschen Eingewöhnung. So musst du dich, als Fahrer*in, einerseits daran gewöhnen, größeren Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern zu halten und Engpässe zu vermeiden. Andererseits sind gerade für Anhängern mit Tiefdeichsel Kurven schwerer zu bewältigen. Hier musst du den größeren Wendekreis für dich und dein Gefährt mitbedenken.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Lastenhänger für Fahrräder ausführlich beantwortet

Was ist ein Lastenanhänger für Fahrräder?

Als Lastenanhänger für Fahrräder bezeichnet man spezielle Wagen, die sich mit Hilfe einer Deichsel und einer Kupplung am Fahrrad anschließen lassen. Diese gibt es in verschiedenen Formen und Ausführungen.

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Mit Hilfe eines Fahrradanhängers kannst du auch ohne Auto viel Gepäck transportieren.
(Bildquellen: Markus Spiske / Unsplash)

Grundlegend kann man zwischen ein- und zweirädrigen Anhängern unterscheiden.
Einrädrige Lastenanhänger eignen sich durch ihr spezielles Fahrverhalten besonders für den sportiven Bereich und sehr lange Radtouren. Zweirädrige Anhänger eignen sich hingegen besser für den alltäglichen Gebrauch und kürzere Touren.

Einige Fahrradanhänger sind darüber hinaus speziell auf den Transport von Kindern oder auch Hunden ausgelegt. Sie sind spezielle Varianten von Lastenanhängern. Durch ihren Aufbau mit einer Fahrgastzelle und weiteren Ergänzungen, wie z. B. Sitzen und Gurten, bieten sie mehr Sicherheit für ihre Fahrgäste.

Was kosten Lastenanhänger für Fahrräder?

Die Preise für Lastenanhänger sind je nach Produkttyp sehr unterschiedlich. Abhängig von Qualität und Ausstattung reicht die Spanne von 65 bis hin zu 900 €. Je nachdem, welche Erwartungen du an deinen Anhänger und seine Ausstattung stellst, erscheinen die Preise aus unserer Sicht angemessen.

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Mit speziellen Hundeanhängern kannst du deine Gassirunde auch mal ganz woanders entlang führen.
(Bildquellen: Pexels / pixabay)

Generell gilt: Gewöhnliche Lastenanhänger, auf denen du nur dein Gepäck oder andere Lasten verstauen möchtest, sind günstiger als Modelle speziell für Kinder oder Hunde. Einrädrige Lastenanhänger beginnen hier bereits ab einem Preis von 65 €. Zweirädrige Lastenanhänger in einfacher Ausführung beginnen ab ca. 95 €

Produkttyp Lastenanhänger Kinderanhänger Hundeanhänger
einrädrig 65 – 600 € 1000 – 2600 €
zweirädrig 95 – 900 € 150 – 1100 € 75 – 550 €

Kinder- und Hundegerechte Fahrradanhänger sind aufgrund ihrer Sonderausstattung hier ein wenig teurer. So beginnen günstige zweirädrige Modelle ab ca. 75 € für Hunde und ab 150 € für Kinder. Die Auswahl für einrädrige Kinderanhänger ist deutlich eingeschränkter und teurer.

Wo kann ich einen Lastenanhänger für mein Fahrrad kaufen?

Gewöhnliche Lastenanhänger für dein Fahrrad findest du sowohl in Baumärkten und im Fachhandel, als auch in vielen Online-Shops zu kaufen. Unseren Recherchen zufolge werden über diese Online-Shops die meisten Lastenanhänger verkauft:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • real.de
  • idealo.de

Alle Fahrradanhänger, die wir dir auf dieser Seite vorstellen, haben wir mit Links versehen, die dich zu einem der genannten Shops führen. So kannst du direkt zuschlagen, wenn dich ein Modell besonders überzeugt.

Wo kann ich mir einen Lastenanhänger für mein Fahrrad ausleihen?

Einerseits kannst du dich online informieren, welche Möglichkeiten es unmittelbar in deiner Umgebung gibt. Gerade in größeren Städten und touristenreichen Regionen verleihen Fahrradhändler und -werkstätten nicht nur Räder, sondern auch Anhänger.

Auch ein Blick auf Ebay Kleinanzeigen kann sich lohnen. Hier bieten auch Privatpersonen ihre Lastenanhänger gegen ein kleines Entgelt zum Verleih an.

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Für den Fahrradausflug im Urlaub kann man sich bei Fahrradhändlern oder -werkstätten Anhänger ausleihen.
(Bildquellen: Aurelie Luylier / pixabay)

Darüber hinaus gibt es bei einigen Online-Händlern die Möglichkeit, einige Modelle für einen bestimmten Zeitraum zu mieten. Hierfür wird dir das Modell zugeschickt und nach Ablauf der Frist kannst du es dann zurücksenden.

Was sollte ich hinsichtlich der StVZO beachten, wenn ich mit einem Lastenanhänger unterwegs bin?

In Bezug auf die Straßenverkehrsordnung sind hier drei Bereiche besonders relevant.

1. Maße und Zuladegewicht des Anhängers

Gemäß StVZO (§ 67 “Merkblatt für das Mitführen von Anhängern hinter Fahrrädern”) sind folgende Maße erlaubt:

  • Breite: max. 1 m
  • Höhe: max. 1,40 m
  • Länge: max. 2 m (In Ausnahmefällen und für Spezialanhänger zum Transport von Sportgeräten sind auch 4 m erlaubt)

Bezüglich des Zuladegewichts gilt: Ein ungebremster Lastenanhänger darf mit max. 40 Kilogramm beladen werden. Sobald eine Bremse integriert ist, darf der Anhänger mit bis zu 80 Kilogramm beladen werden.

2. Beleuchtung

Gemäß StVZO (§ 67a Lichttechnische Einrichtungen an Fahrradanhängern) musst du mit Hilfe von Reflektoren und Lichtern sicherstellen, dass dein Anhänger auch bei schwierigen Lichtverhältnissen von anderen Verkehrsteilnehmern ausreichend wahrgenommen werden kann.

Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick wo du welche Reflektoren und Lichter anbringen musst.

Wo? Was?
Vorne
  • ab Anhängerbreite von 60 cm: zwei paarweise angebaute weiße Rückstrahler mit max. 20 cm Abstand zur Außenkante
  • ab Anhängerbreite von 1 m: zusätzlich eine Leuchte für weißes Licht vorne auf der linken Seite. Für Anhänger, die schmaler sind als 1 m ist diese Leuchte freiwillig.
Hinten für alle Fahrradanhänger ab 60 cm Breite gilt:

  • ein rotes Rücklicht auf der linken Seite, ein zweites Rücklicht auf der rechten Seite ist freiwillig
  • 2 rote Rückstrahler der Kategorie Z mit max. 20 cm Abstand zur Außenkante
Seitlich Hier geht es vor allem um die Räder des Anhängers. Fahrradanhänger, die vor 2018 in den Verkehr gebracht wurden sind von dieser Regelung ausgenommen. Du kannst dich entscheiden zwischen:

  • ringförmig zusammenhängenden, retroreflektierenden weißen Streifen an Reifen, Felgen oder Rädern
  • weiß retroreflektierenden Speichen (jede Speiche) oder Speichenhülsen (an jeder Speiche) an jedem Rad
  • mindestens zwei um 180 Grad versetzt angebrachte, zur Seite hin wirkende gelbe Speichenrückstrahlern an den Speichen jedes Rades

Sollten an deinem Anhänger entsprechende Lichter oder Reflektoren fehlen, kannst du sie auch einfach und unkompliziert nachrüsten.

3. Personentransport

In einem dafür ausgelegten Fahrradanhänger dürfen max. zwei Kinder bis zum vollendeten 7. Lebensjahr transportiert werden. Dabei muss der*die Fahrer*in mindestens 16 Jahre alt sein. Für körperlich behinderte Personen gilt keine Altersbeschränkung.

Ist mein Fahrrad für einen Lastenanhänger geeignet?

Grundsätzlich kommt es hierbei auf die Vorgaben deines Herstellers an. Diese kannst du entweder in der Bedienungsanleitung deines Fahrrads nachlesen oder direkt bei deinem Hersteller erfragen.

Nicht jedes Fahrrad ist dafür geeignet, einen Lastenanhänger zu ziehen. Gerade leichte Fahrräder mit Aluminium- oder Carbon-Rahmen bieten nicht genug Stabilität.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Bremsen deines Fahrrads. Sie sollten zuverlässig und richtig eingestellt sein, um im Ernstfall dein Fahrrad mitsamt Anhänger schnell genug zum Stehen bringen zu können. Konkret bedeutet das bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h einen maximalen Bremsweg von 7 m bei trockener Fahrbahn und 12 m bei nasser Fahrbahn.

Was sollte ich bei der Beladung meines Anhängers beachten?

Achte darauf, die schwersten Lasten möglichst nah an der Radachse platzieren. Dadurch unterstützt du den niedrigen Schwerpunkt deines Anhängers. Nach außen hin kannst du dann immer leichteres Gepäck verstauen.

Durch falsche Beladung kann dein Fahrradanhänger kippen.

Verteile die Last auf einem zweirädrigen Anhänger möglichst gleichmäßig auf beide Räder. So verhinderst du ein seitliches Kippen des Anhängers, wenn du beispielsweise um eine Kurve fährst.

Achte zu dem auf die richtige Stützlast. Als Stützlast wird die Kraft bezeichnet, mit der die Deichsel deines Anhängers auf die Kupplung deines Fahrrads drückt. Diese darf meist zwischen 3 und 8 Kilogramm betragen. Dadurch wird sichergestellt, dass dein Hinterrad ausreichend, jedoch nicht überbelastet wird.

Kann ich mir einen solchen Anhänger nicht auch einfach selber bauen?

Theoretisch ist es auch möglich, sich einen Anhänger selbst zu bauen. Dabei gilt allerdings immer, sich an die rechtlichen Vorgaben durch die StVZO und die aktuellste DIN-Norm für die Sicherheitstechnischen Anforderungen an Fahrradanhänger zu orientieren. Zudem sollte der Eigenbau nur durch handwerklich begabten Personen durchgeführt werden.

Wenn du dich für einen Eigenbau entscheidest, halte dich unbedingt an einen festen Bauplan, der im Idealfall ausdrücklich betont, sich an den oben genannten Vorgaben zu orientieren.

Welche Alternativen gibt es zu Lastenanhängern?

Es gibt noch mehr Möglichkeiten, mit denen sich größere Lasten unkompliziert und nachhaltig per Fahrrad transportieren lassen. Jede Alternative hat dabei ihre Vor- und Nachteile. Im folgenden Abschnitt werden wir dir eine kurze Übersicht über die Alternativen von Fahrrad-Lastenanhängern.

Alternative Beschreibung
Fahrradtaschen Fahrradtaschen kannst du an verschiedenen Punkten deines Fahrrads durch Anhängen oder Drüberlegen befestigen. Es gibt sie als Vorderrad- oder Gepäckträgertasche.
Handwagen Handwagen eignen sich, um schwere Lasten zu Fuß zu transportieren. Dabei kann man sie sowohl schieben als auch ziehen. Weiterhin können sie schwerer beladen werden als Fahrradanhänger und brauchen keine Bremsen.
Lastenfahrrad Sie werden auch als Transportrad, Cargobike oder schlicht Lastenrad bezeichnet. Bei ihnen ist die größere Ladefläche fest im Rahmenaufbau des Fahrrads integriert. Dabei können sie bis zu 4 Räder haben.

Ein Lastenanhänger bietet sich immer dann an, wenn dein Gepäck eher schwer und ausladend ist, du aber dennoch flexibel bleiben möchtest. Wenn du deinen Anhänger nicht brauchst, kannst du ihn einfach abkoppeln und zu Hause lassen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrradanh%C3%A4nger

[2] https://www.adfc.de/artikel/lastenanhaenger-fuers-fahrrad/

[3] https://www.adfc.de/artikel/kinderanhaenger/

[4] https://www.tuvsud.com/de-de/presse-und-medien/2020/mai/tuev-sued-sicher-und-mobil-mit-fahrradanhaenger

[5] https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/index.html#BJNR067910012BJNE011202123

[6] http://www.cramers-web.de/StVZO_Merkblatt_Anhaenger.pdf

Bildquelle: Papaj/ 123rf.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Stephan ist gelernter Fahrradmechaniker und blickt auf 15 Jahre Erfahrung in der Fahrradbranche zurück. Privat fährt er selbst gerne Downhill-Rennen und schraubt an seinen eigenen Fahrrädern herum.