Fahrradlampe
Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2020

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Entgegen der allgemeinen Auffassung solltest du nicht nur bei Nacht, sondern auch tagsüber mit einer guten Fahrradbeleuchtung ausgestattet sein. Bei dichtem Nebel, einer Schneeschauer oder der Fahrt durch einen Tunnel ist es von essentieller Bedeutung, nicht nur selber ein gutes Sichtfeld zu haben, sondern auch von anderen Verkehrsteilnehmern ausreichend wahrgenommen zu werden.

Mit unserem großen Fahrradlampen Test 2020 möchten wir dir dabei helfen, die perfekte Lampe für dein Fahrrad zu finden. Dafür haben wir Lampen mit Dynamobetrieb, sowie mit Akku- und Batteriebetrieb miteinander verglichen und die jeweiligen Vor- und Nachteile aufgelistet. Wir hoffen dir damit deine Kaufentscheidung zu erleichtern.




Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn du nach einer neuen Fahrradlampe suchst, dann solltest du dir zunächst überlegen, welchen Lampentyp du für dein Fahrrad benötigst. Dabei werden zwischen den sogenannten aktiven Beleuchtungselementen wie Frontscheinwerfer, Rücklicht und Standlicht und zwischen passiven Beleuchtungselementen in Form von Reflektoren unterschieden.
  • Handelsüblich lassen sich die unterschiedlichen Arten von Fahrradlampen in Beleuchtungen mit Dynamobetrieb, sowie Batterie- und Akkubetrieb unterteilen. Sie unterscheiden sich in erster Linie in der Defektanfälligkeit und in der Einfachheit der Reparatur und Montage.
  • Benutzt du dein Fahrrad vorwiegend auf dem Weg zur Arbeit? Dann solltest du auf Lampen mit einem möglichst breiten Nahfeld achten, d.h. dass sie einen breiten Lichtkegel haben. Dies sorgt dafür, dass du dich auch bei schlechten Lichtverhältnissen im Straßenverkehr sicher fühlst.
    Bist du eher ein Radprofi und fährst rasante Touren durch den Wald? Dann solltest du vor allem nach Lampen mit sogenannten Fernfeld Ausschau halten. Diese können auch weit entfernte Objekte beleuchten.

Fahrradlampe Test: Favoriten der Redaktion

Die beste Fahrradlampe mit Batteriebetrieb

Das Fahrradleuchtenset von Dansi besteht aus einer LED-Frontlampe und einem LED-Rücklicht und ist batteriebetrieben. Die Leuchtdauer beträgt bis zu unglaubliche 15 Stunden am Rücklicht und 360 Minuten am Frontlicht. Durch ihre umschaltbare Leuchtstärke von 30/15 Lux ist sie in ihrer Einsetzbarkeit überaus flexibel und kann sich an ihre jeweilige Lichtumgebung entsprechend anpassen.

Darüber hinaus ist das Leuchtset gemäß der aktuellen Vorgaben des StVZO zugelassen und lässt sich kinderleicht ohne zusätzliches Werkzeug an dein Fahrrad montieren.

Wenn du dir deine Fahrradbeleuchtung nicht einzeln zulegen und dabei auch noch Geld sparen möchtest, dann ist dieses Fahrradleuchtenset genau das richtige für dich!

Die beste Fahrradlampe zum Aufladen

Die Fahrradlampe von LifeBee ist StVZO zugelassen und in einem Set inklusive Rücklicht verfügbar. Sie besitzt einen 2-Licht-Modi mit einer umschaltbaren Leuchtstärke von 50/30 Lux. Mit der im Scheinwerfer verbauten CREE-LED hast du eine fantastische Sicht und zugleich eine Lampe, die zusätzlich energiesparend ist.

In der Lampe befinden sich leistungsstarke Samsung Lithium-Ionen-Batterien und durch ein vorhandenes USB-Kabel kannst du sie entweder an deinem Computer oder an einem anderen Gerät mit USB-Port wiederholt aufladen.

Für alle Fahrradsportler, die eine energiesparende und umweltfreundliche Fahrradlampe zum Aufladen haben möchten, ein Muss!

Die beste Fahrradlampe mit hohem Helligkeitswert

Die SL A Frontlampe von Lupine ist die erste Fahrradlampe von Lupine, die auch für den Straßenverkehr zugelassen ist. Sie besitzt eine blendfreie LED-Lampe mit einer Leistung von unglaublichen 900 Lumen. Zudem verfügt sie über ein sensorgesteuertes “Tagfahrlicht” und einen externen Akku, der mit spezieller Akku-Technik von Lupine ausgestattet ist.

Das Lichtbild der Lampe ist in Anlehnung eines Autoscheinwerfers so konstruiert, dass sie keinen anderen Verkehrsteilnehmer blenden kann. Beim Kauf dieser Lampe hast du durch ihren besonders breiten Lichtkegel auch bei Nacht eine perfekte Sicht.

Wenn du dich also als richtigen Radsportprofi bezeichnen würdest, der auch gerne bei Nacht unterwegs ist, dann ist diese Fahrradlampe absolut zu empfehlen!

Kauf- und Bewertungskriterien für Fahrradlampen

Hier erfährst du anhand welcher Kriterien sich Fahrradlampen unterscheiden lassen. Dadurch wollen wir es dir erleichtern, dich bei der großen Anzahl an möglichen Fahrradlampen zu entscheiden.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du die Fahrradbeleuchtungen miteinander vergleichen kannst, umfassen:

Nachfolgend gehen wir etwas genauer auf die einzelnen Aspekte ein.

Leuchtmittel

In der Regel hast du insgesamt drei Leuchtmittel zur Auswahl:

  • Glühlampe
  • Halogenlampe
  • LED-Lampe

Von diesen Leuchtmitteln ist mittlerweile vor allem die LED-Lampe am meisten verbreitet. LED-Lampen besitzen gegenüber den Glüh- und Halogenlampen einige Vorteile: Sie sind wesentlich energiesparender, haben eine unglaubliche Lebensdauer von bis zu 40.000 Stunden, sie besitzen durch eine Z-Diode einen Überlastungsschutz und je nachdem welche Stromquelle sie haben, passen sie sich dieser im Betrieb genauestens an.

Hierbei solltest du darauf achten, dass LED-Lampen zwar wahnsinnig viele Vorteile im Vergleich zu klassischen Glüh- und Halogenlampen haben, jedoch auch deutlich teurer sind!

In Bezug auf die Helligkeit werden LED-Lampen im Vergleich zu Halogenlampen unterschiedlich gemessen. Die Leistung von LEDs kannst du in Lumen und von Halogenlampen in Watt messen. Darüber hinaus besitzen sie auch eine andere Lichtfarbe: LEDs strahlen gewöhnlich ein kaltes weißes Licht aus und Halogenlampen ein warmes Licht.

StVZO-Zulassung

Beim Kauf von Fahrradlampen solltest du unbedingt beachten, dass nicht jede Fahrradlampe für den Straßenverkehr zugelassen ist. Neben dem klassischen Dynamo als Stromquelle deiner Fahrradbeleuchtung sind zudem Lampen mit Batterien oder Akkus erlaubt.

Um sicher zu gehen, dass deine Lampe im Straßenverkehr erlaubt ist, gibt es zwei Möglichkeiten: Sie sollte entweder ein Prüfzeichen des Kraftfahrbundesamtes oder eine Information inklusive der Aufschrift “mit StVZO-Zulassung” enthalten. Das Prüfzeichen besteht aus einer Wellenlinie, einem Buchstaben K und einer Nummer.

Laut § 67 StVZO sollte dein Fahrrad mit einem oder zwei Scheinwerfern mit weißem Abblendlicht ausgestattet sein, welche nach vorne zeigen. Diese sollten unter keinen Umständen eine Blink-Funktion besitzen, da sie andere Verkehrsteilnehmer verwirren und daher unzulässig sein. Beim Rückfahrlicht beschreibt das Gesetz die Regelungen wie folgt:

§ 67 Absatz 4 StVZO: Fahrräder müssen an der Rückseite mit mindestens
1. einer Schlussleuchte für rotes Licht,
2. einem roten nicht dreieckigen Rückstrahler der Kategorie „Z“ ausgerüstet sein.

Die Räder sollten mit einem Reflektor ausgestattet sein – entweder in Form von weißen Streifen am Vorder- und Hinterrad oder je zwei Reflektoren an den Speichen. Darüber hinaus sollten auch die Fahrradpedale über einen nach vorne und hinten zeigenden Rückstrahler verfügen.

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Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass alle Beleuchtungen fest am Fahrrad montiert und nicht an deiner Kleidung befestigt sein sollten.

Zudem solltest du deine Leuchten bei Nebel oder Schneeschauer auch tagsüber anhaben.

Tipp: Achte darauf, dass deine Fahrradscheinwerfer richtig eingestellt sind, da du sonst andere Verkehrsteilnehmer blenden könntest.

Maximale Leuchtstärke

Handelsüblich wird die Leuchtstärke in drei verschiedenen Einheiten gemessen: In Watt für Halogen- und Glühlampen und in Lumen bzw. Lux für LEDs. Die Messung in Lux ist die Größe, die am häufigsten von Herstellern angegeben wird. Die Beleuchtungsstärke in Lux sagt letztlich aus, wie stark die Beleuchtung einer bestimmten Fläche ist.

Nach StVZO-Zulassung sollte der Scheinwerfer mindestens 10 Lux hell sein.

Sie wird gemessen, indem die Beleuchtungsstärke ausgehend vom Scheinwerfer in der Mitte des Lichtkegels bis zu einer Entfernung von 10 m geprüft wird.

Im Vergleich dazu kannst du mit einer Leuchtstärke in Lumen die gesamte Strahlungsleistung messen. Hierbei wird die Beleuchtungsstärke wie folgt gemessen: 1 Lux = 1 Lumen pro m².

Maximale Leuchtdauer

Ein wichtiges Kriterium beim Kauf einer Fahrradlampe stellt auch die Leuchtdauer dar. Die maximale Leuchtdauer bestimmt wie lange eine Lampe im Einsatz leuchten kann. Diese misst du anhand der Leuchtdauer deines Front- und Rücklichtes. Bei der Leuchtdauer kommt es darauf an, welche Stromquelle deine Lampe nutzt. Dabei lassen sich drei Stromquellen unterscheiden: Lampen mit Dynamobetrieb und Lampen mit Akku- und Batteriebetrieb.

Im Gegensatz zu Lampen mit Batterie- und Akkubetrieb spielt die Leuchtdauer bei eingebauten Dynamos überhaupt keine Rolle.

Wenn du beispielsweise eine Fahrradlampe mit Nabendynamo besitzt, liefert dieser Strom, sobald du dich mit deinem Rad in Bewegung setzt. Du kannst dich also voll aufs Fahrradfahren konzentrieren und musst nichts weiter beachten.

Bei Fahrradlampen mit Batterie- und Akkubetrieb spielt die Leuchtdauer jedoch sehr wohl eine wichtige Rolle. Hierbei ist auch die Ladedauer des Akkus oder der wiederaufladbaren Batterien ein ausschlaggebendes Indiz. Vor allem bei Lampen mit Lithium-Ionen-Akkus, die fest eingebaut sind, sollte dessen Ladezeit nicht länger sein, als die Leuchtdauer der Lampe.

Da wir die verschiedenen Stromquellen von Fahrradlampen im Entscheidungsteil noch etwas genauer unter die Lupe nehmen, zeigen wir dir in der nachfolgenden Tabelle zunächst nur die wesentlichen Unterschiede in Bezug auf die Leuchtdauer:

Akku vs. Batterie

Typ Vorteile Nachteile
Akku wiederaufladbar, komfortabel durch integrierten USB-Ladeanschluss sehr teuer, schlechte Leuchtdauer
Batterie gute Leuchtdauer relativ teuer, wiederholtes Aufladen nicht immer möglich

Fahrradlampentyp

Wenn du dir eine neue Fahrradlampe zulegen möchtest, dann solltest du dir zunächst überlegen, welchen Fahrradlampentypen du benötigst. In der Regel gibt es drei Typen die unterschieden werden:

  • Frontscheinwerfer: Der Frontscheinwerfer wird am vorderen Teil des Fahrradrads unter dem Lenker befestigt und gibt weißes Licht ab. Gewöhnlich stellen Glühlampen, Halogenlampen oder auch LEDs das Leuchtmittel des Scheinwerfers dar. Durch den Frontscheinwerfer ist es möglich auch im Dunkeln über eine ausreichende Sichtweite zu verfügen.
  • Rückleuchte: Die Rückleuchte befindet sich am hinteren Teil des Fahrrads und strahlt im Vergleich zum Frontscheinwerfer rotes Licht nach hinten aus. Dadurch ist für dich sichergestellt, dass du auch bei schlechten Lichtverhältnissen von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen wirst. Die Lichtquelle ist meistens eine Glühlampe oder LEDs.
  • Standlicht: Handelsüblich sind Frontscheinwerfer und Rückleuchten mit Standlichtern ausgerüstet. Diese können im Stand teilweise bis zu fünf Minuten nachleuchten.

Entscheidung: Welche Arten von Fahrradlampen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wenn du dir eine Fahrradlampe zulegen möchtest, gibt es zwei Alternativen, zwischen denen du dich entscheiden kannst:

Typ Vorteile Nachteile
Fahrradlampe mit Dynamobetrieb permanente Erzeugung von Strom durch Bewegung schwer zu reparieren, defektanfällig
Fahrradlampe mit Batterie- und Akkubetrieb leichte Montage, weniger defektanfällig ständige Kontrolle der Akkulaufzeit

Wenn du mehr über die einzelnen Beleuchtungsarten von Fahrrädern erfahren möchtest, haben wir dir in den folgenden Abschnitten die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Fahrradlampe mit Dynamobetrieb

Fahrradlampe mit Dynamobetrieb

Eine Fahrradlampe mit Dynamobetrieb liefert sogenannten konstanten Wechselstrom. Hierbei wird durch einen bestimmten Mechanismus Strom mittels einer Drehbewegung produziert. Je nach Stromquelle benötigst du eine andere Lampe. Bei einem Fahrraddynamo werden vier verschiedene Bauarten unterschieden:

  • Seitenläuferdynamo: Er wird in der Regel an der hinteren Gabel bzw. im hinteren Rahmendreieck befestigt. Der Dynamo-Kopf läuft innerhalb der dafür vorgesehenen Rillen an der Flanke des Reifens.
  • Rollendynamo: Dieser ähnelt dem Seitenläuferdynamo: Er läuft auf der Reifenfläche und wird hinter dem Tretlager angebracht.
  • Speichendynamo: Er wird an der Radachse angebracht und letztlich durch die Bewegung der Speichen betrieben.
  • Nabendynamo: Er ist mit in der Radnarbe integriert und somit kaum defektanfällig.

Von diesen Dynamoarten hat sich in der Praxis vor allem der Nabendynamo durchgesetzt. Er muss kaum gewartet werden, bleibt auch bei schweren Witterungsverhältnissen störungsfrei und besitzt im Vergleich zu Seitenläufer- und Rollendynamos einen geringeren Reibungswiderstand.

Vorteile
  • permanente Erzeugung von Strom durch Bewegung
  • Aufladen von Akkus durch erzeugten Strom
Nachteile
  • defektanfällig
  • schwer zu reparieren

Ein wesentlicher Vorteil eines Nabendynamos gegenüber dem Betrieb über Batterie oder Akkus ist die ständige Verfügbarkeit. Sobald du in die Pedale trittst, wird durch einen Generator im Dynamo Strom erzeugt. Wenn du gerade keinen Strom für deine Fahrradlampe benötigst, dann kannst du die erzeugte Energie auch dazu nutzen, um z.B. deinen Handyakku zu laden.

Ein Nachteil des Nabendynamos ist, dass er aufgrund seiner Konstruktion defektanfällig ist. Seine Kabel werden am Rahmen verlegt und sind somit anfällig für Störungen. Zudem ist ein Nabendynamo leider sehr kompliziert und aufwendig zu reparieren, weshalb du möglichst einen Experten aufsuchen solltest.

Fahrradlampe mit Batterie- und Akkubetrieb

Fahrradlampe mit Batterie- und Akkubetrieb

Im Gegensatz zum Dynamo stellen Lampen mit Batterie- und Akkubetrieb Gleitstrom bereit. Fahrradlampen mit Batterie- oder Akkubetrieb werden vorzugsweise benutzt, wenn der Einsatz eines Dynamos keinen Sinn ergibt, wie beispielsweise beim Rennrad oder Mountainbike.

Durch die leichte Montage kannst du die Halterung deiner Fahrradlampe kinderleicht und ohne Werkzeug anbringen und obendrein deine Lampe jederzeit an- und abstecken. Dadurch ist deine Lampe sicher vor Dieben geschützt.

Darüber hinaus kannst du durch den leichten Auf- und Abbau der Halterung, deine Lampe flexibel an jedes deiner Räder an- und abbringen. Aufgrund ihrer flexiblen Funktion sind sie zudem weniger defektanfällig als Dynamos, da diese fest am Rad verschraubt sind und somit jedem Wetterverhältnis ausgesetzt sind.

Vorteile
  • leichte Montage
  • flexible Einsetzbarkeit
  • weniger defektanfällig
  • guter Diebstahlschutz
Nachteile
  • ständige Kontrolle der Akkulaufzeit
  • keine Eignung für längere Touren
  • schneller Verschleiß der Halterungen
  • diebstahlgefährdet

Ein großer Nachteil von Lampen mit Batterie- und Akkubetrieb ist, dass du kontinuierlich dessen restliche Akkulaufzeit überprüfen musst. Dadurch sind solche Lampen eher weniger für große Fahrradtouren geeignet. Durch das ständige An- und Abschließen der Halterungen bzw. der Lampen kommt es zudem schnell zu Verschleiß, was durch Erschütterungen bei der Fahrt zusätzlich begünstigt wird.

Zuletzt ist die Fahrradlampe mit Batterie- und Akkubetrieb nicht vollständig gegen Diebstahl geschützt. Wenn du mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs bist und zwischendurch mehrere kleine Stopps machst, musst du immer daran denken, auch deine Lampe mitzunehmen. Dies kann ab einer gewissen Zeit ziemlich störend sein.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Fahrradlampen ausführlich beantwortet

Nachfolgend wollen wir dir im Ratgeberteil die wichtigsten Fragen zum Thema Fahrradlampe beantworten. Wir haben die Fragen für dich herausgesucht und beantworten sie in Kürze. Nachdem du den Ratgeber durchgelesen hast, wirst du alle essentiellen Hintergründe über Fahrradbeleuchtungen kennen.

Wie hell sollte eine Fahrradlampe sein?

Laut den gesetzlichen Vorgaben des StVZO sollte dein Fahrradlicht eine Helligkeit von mindestens 10 Lux besitzen. Die meisten Hersteller bieten ihre Fahrradlampen ab 15 Lux für den Verkauf an.

Darüber hinaus solltest du auch darauf achten, dass deine Fahrradlampe nicht zu hell ist, da sie sonst andere Verkehrsteilnehmer blenden kann. Selbst die hellste Lampe bringt dir keinen Nutzen, wenn du diese bei einer Fahrradtour durch die Stadt nicht benutzen darfst. Solltest du dennoch auf die Idee kommen, dann musst du mit einem Bußgeld rechnen.

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Bei einem klassischen Hollandrad solltest du darauf achten, dass die Lampe optisch zum Rad passt und diese zugleich technisch auf dem neuesten Stand ist
(Bildquelle: Anja / Pixabay).

Ein weiteres Kriterium ist zudem die Verteilung des Lichtes entsprechend deiner Fahrweise. Dabei wird zwischen Lampen mit Nah- und Fernfeld unterschieden: Lampen mit Nahfeld haben einen sehr breiten Lichtkegel während Lampen mit Fernfeld weit entfernte Objekte beleuchten können. Überlege dir also, ob du mit deinem Rad in der Dunkelheit lieber durch die Stadt oder eine rasante Tour durch den Wald fahren möchtest.

Wie viel kostet eine Fahrradlampe?

Um einen kleinen Überblick über die Preise der unterschiedlichen Arten von Fahrradlampen zu bekommen, haben wir dir nachfolgend zwei Tabellen mit allen wichtigen Preisinformationen zusammengefasst:

Typ Preis Typ Preis
Frontlampe mit Akkubetrieb ca. 7 bis 613 Euro Rücklicht mit Akkubetrieb ca. 6 bis 399 Euro
Frontlampe mit Nabendynamobetrieb ca. 3 bis 157 Euro Rücklicht mit Nabendynamobetrieb ca. 2 bis 224 Euro
Frontlampe mit Batteriebetrieb ca. 1 bis 186 Euro Rücklicht mit Batteriebetrieb ca. 3 bis 120 Euro
Frontlampe mit Seitenläuferdynamobetrieb ca. 11 bis 20 Euro Rücklicht mit Seitenläuferdynamobetrieb ca. 10 bis 35 Euro

Wo kann ich eine Fahrradlampe kaufen?

Fahrradlampen gibt es sowohl im Fachhandel, in Baumärkten und in Supermärkten, als auch in vielen Onlineshops zu kaufen. Darüber hinaus kannst du Fahrradlampen auch im Elektrofachhandel erwerben.
Unseren Recherchen zufolge werden über diese Onlineshops die meisten Fahrradlampen verkauft:

  • fahrrad24.de
  • real.de
  • fahrrad.de
  • ebay.de
  • amazon.de
  • bruegelmann.de
  • conrad.de
  • bike-discount.de

Alle Fahrradlampen, die wir auf unserer Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mind. einem dieser Onlineshops verlinkt. Wenn du eine passende Fahrradlampe gefunden hast, kannst du gleich zuschlagen.

Welche Alternative gibt es zusätzlich zur Fahrradlampe?

Du kannst deine Sichtbarkeit auch zusätzlich zu den nach StVZO geforderten Regelungen erhöhen, indem du weitere Lichtquellen am Körper trägst. Eine Helmlampe wäre hier eine mögliche Option. Diese musst du jedoch so einstellen, dass sie Autofahrer nicht blendet!

Es gibt auch Fahrradhelme, bei denen die Beleuchtung bereits mit integriert wurde. Dadurch kannst du deine Sichtbarkeit erhöhen, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Zu den aktiven Beleuchtungselementen kannst du zusätzlich natürlich auch auf weitere passive Beleuchtungselemente wie z.B. reflektierende Kleidung zurückgreifen.

Wie kann ich eine Fahrradlampe gegen Diebstahl sichern?

In Bezug auf den Diebstahl von Fahrradlampen sind überwiegend Pendler betroffen. Diese stellen ihre Fahrräder oftmals an hoch frequentierten Fahrradständern vor Bahnhöfen des öffentlichen Nahverkehrs ab, um die restliche Strecke mit Bus, Bahn oder Zug zurückzulegen. Um deine Fahrradlampe diebstahlsicher zu machen, musst du dir zunächst überlegen, ob du eine Fahrradlampe mit Dynamo- oder mit Batterie- bzw. Akkubetrieb besitzt.

  • Fahrradlampe mit Dynamobetrieb: In der Regel sind Fahrradlampen mit Dynamos fest am Rahmen angeschraubt. Dies stellt für Diebe schon einmal eine erste Hürde dar. Um es den Dieben nun fast unmöglich zu machen, deine Fahrradlampe zu stehlen, kannst du die Schrauben entweder mit Abdeckklappen oder mit einer Schraubensicherung sichern. Abdeckklappen sind meistens selbstklebend und lassen sich nur mit großem Aufwand entfernen. Bei der Schraubensicherung wird eine kleine Menge eines speziellen Klebstoffes auf das obere Ende des Schraubengewindes aufgetragen. Dann wird die Schraube mithilfe eines Schraubenziehers festgeschraubt und der Kleber dadurch überall verteilt. Somit sitzt die Schraube felsenfest am Rahmen.
  • Fahrradlampe mit Akku- oder Batteriebetrieb: Durch Plastikhalterungen kannst du Fahrradlampen mit Akku oder Batterien häufig ohne Werkzeug am Fahrrad befestigen und die Lampe jederzeit an- und abstecken. Wenn du dein Fahrrad an einem Ständer abstellst, solltest du deine Lampe immer mitnehmen, dadurch haben Diebe keine Chance deine Lampe zu stehlen.

Wie kann ich eine Fahrradlampe selber reparieren?

Um beim Reparieren deiner Fahrradlampe alles Wichtige zu beachten, haben wir dir eine kleine Anleitung zusammengestellt. In dieser Anleitung erklären wir die Reparatur einer Fahrradlampe mit Dynamobetrieb.

  1. Suche nach losen Kabeln: Am Anfang deiner Fehlersuche solltest du zunächst die Anschlüsse deiner Lampen überprüfen und kontrollieren, dass nirgendwo lose Kabel herumhängen. Daneben solltest du auch gucken, ob sich an den Anschlüssen Dreck gesammelt hat und diesen entfernen.
  2. Überprüfen des Dynamos: Überprüfe zuerst, um welchen Dynamo es sich bei deinem Fahrrad handelt.
    1. Seitenläuferdynamo: Kontrolliere, ob sich der Dynamo-Kopf richtig dreht und dieser nicht aus der Bahn gekommen ist. Achte darauf, dass genügend Druck zwischen Reifen und Dynamo herrscht.
    2. Nabendynamo: Überprüfe, ob der Stecker richtig im Dynamo steckt. Ist der Nabendynamo defekt? Dann solltest du einen Experten aufsuchen, da eine Reparatur bei einem Nabendynamo nicht ohne weiteres möglich ist.
  3. Reparatur des Leuchtmittels: Wenn das Leuchtmittel defekt ist, kannst es einfach gegen ein Neues austauschen. Dazu entfernst du zunächst die Blende, um an die Glühbirne zu kommen. Entweder ziehst du sie einfach ab oder du entfernst sie mithilfe eines Schraubenziehers. Danach schraubst du die alte Birne ab und ersetzt diese durch eine neue. Überprüfe beim Eindrehen der neuen Birne auch, ob alle Kontakte richtig angeschlossen sind.

Damit du dir das besser vorstellen kannst, haben wir für dich ein passendes Video mit Anleitung zur Reparatur deiner Fahrradlampe herausgesucht:

Wie kann ich eine Fahrradlampe richtig einstellen?

Jetzt wo du weißt, wie du deine Fahrradlampe richtig reparieren kannst, solltest du natürlich noch wissen, wie du deine Lampe richtig einstellst. Hierzu sind drei Schritte nötig:

  1. Platzierung deines Fahrrads: Zunächst stellst du dein Rad etwa fünf Meter entfernt von einer Wand auf.
  2. Ausmessung der Höhe des Scheinwerfers: Dann misst du die Höhe deines Scheinwerfers aus und machst an der Wand in der selben Höhe eine Markierung.
  3. Bestimmung der Höhe des Scheinwerfers: Du schaltest deinen Scheinwerfer ein und richtest diesen so aus, dass das Licht etwa in die Mitte zwischen markierter Höhe und Boden scheint.

Zur besseren Veranschaulichung haben wir dir ein passendes Video zum Einstellen deiner Fahrradlampe herausgesucht:

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__67.html

[2] https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Fahrradbeleuchtung-Welche-Lampen-sind-erlaubt,fahrrad1186.html

[3] https://www.helpster.de/fahrradlampe-reparieren-bei-kaputter-birne-so-klappt-s_43491

Bildquelle: Protsenko/ 123rf.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Stephan ist gelernter Fahrradmechaniker und blickt auf 15 Jahre Erfahrung in der Fahrradbranche zurück. Privat fährt er selbst gerne Downhill-Rennen und schraubt an seinen eigenen Fahrrädern herum.