Willkommen bei unserem großen Fahrradhelm Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Fahrradhelme. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher zu machen und dir dabei helfen, den für dich besten Fahrradhelm zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Fahrradhelm kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Auch wenn es in Deutschland keine Fahrradhelmpflicht gibt, stehen die Kosten für einen Helm in keinem Vergleich zum Nutzen. Sowohl Kinder als auch Erwachsene sollten ihren Kopf immer schützen.
  • Unterschieden wird zwischen Hartschalen-, Weichschalen- und Mikroschalenhelmen. Je nach Gebrauch wird ein anderes Modell empfohlen. Jedes dieser Modelle ist in verschiedenen Designs erhältlich.
  • Hartschalenhelme sind durch ihre harte Außenschale besonders im Freeride- oder Downhill-Bereich anzutreffen. Weichschalenhelme sind auf unserem Markt kaum mehr vertreten, da ihre weiche Außenschale wenig Schutz bietet. Am bekanntesten und auch am beliebtesten sind die sicheren und bequemen Mikroschalenhelme.

Fahrradhelm Test: Das Ranking

Platz 1: Uvex Onyx Damen-Fahrradhelm

Für die täglichen Herausforderungen ist der Uvex Onyx Fahrradhelm nahezu perfekt geeignet. Er wurde speziell für Damen und Jugendliche, sprich Mädchen, entwickelt.

Ca. 98% der Käufer bewerteten den Uvex Onyx Damen-Fahrradhelm positiv bewertet.
Besonders gefallen haben:

  • Sehr gute Passform
  • Für kleine, schmale Köpfe geeignet
  • Verursacht keine „Helmfrisur“
  • Gute Einstellmöglichkeiten
  • Schöne Optik
  • Gute Belüftung
  • Einfache Handhabung

Außerordentlich oft wurde die gute Passform erwähnt. Die Trägerinnen sind begeistert von dem angenehmen Tragekomfort dieses Helms. Er drückt und rutscht nicht, sondern sitzt perfekt.

Platz 2: Nutcase Gen3 Bike und Skate Helm

GEN3 Fahrradhelme sollen die bewährten Vorteile von Nutcase mit vielen neuen Vorteilen verbinden und damit noch mehr Komfort und Sicherheit bieten.

Der Nutcase GEN3 Bike- und Skatehelm wird derzeit von rund 97% aller Rezensenten positiv berwertet.
Besonders begeistert sind die Käufer von folgenden Punkten:

  • Ausgezeichneter Schutz bei Aufprall
  • Stabiler und hochwertiger Helm
  • Cooles Design
  • Einhand-Verschluss
  • Bequemer Sitz
  • Für Brillenträger geeignet
  • Gute Belüftung

Begeistern kann dieses Modell auf jeden Fall mit seinen ausgefallenen Designs. Viel Auswahl bringt hier vermehrt Radfahrer dazu, ihren Kopf freiwillig zu schützen.

Auch die Sicherheitsmaßnahmen, über die der GEN3 verfügt, kommen sehr gut an und werden positiv wahrgenommen. Praktisch ist der Verschluss, zudem freuen sich auch Brillenträger darüber, dass nichts drückt.

Platz 3: ABUS Arica Damen-Fahrradhelm

Der Abus Arica ist ein solider und sehr durchdachter Fahrradhelm für die verschiedensten Einsatzbereiche, der mit vielen interessanten Details überzeugen will und auch kann. Er richtet sich bevorzugt an Hobby- und Freizeitradler.

Rund 92 % aller Personen, die eine Wertung für diesen Helm abgegeben haben, bewerteten ihn positiv.
Diese Kriterien werden oft geschätzt:

  • Guter Tragekomfort
  • Leichte Einstellung
  • Schönes Design
  • Optionale Polsterung
  • Gute Sichtbarkeit durch das LED-Licht
  • Insektenschutznetze
  • Gute Belüftung
  • Toller Verschluss
  • Abnehmbares Visier
  • Super Preis-Leistungs-Verhältnis

Besonders oft wurden die angenehmen Trageeigenschaften erwähnt, zu welchen die Belüftungsöffnungen, die Polsterung und auch der feine Kinnriemen beitragen.

Platz 4: Casco Activ-TC Erwachsenen-Fahrradhelm

Dieser attraktive Helm von CASCO für Stadt und Land ist sehr vielfältig einsetzbar. Die Highlights des Helms sind neben einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis auch die satte Ausstattung und die Leichtigkeit. So ist der Helm sowohl mit zahlreichen Lufteinlässen als auch Reflektoren und einem Fliegengitter versehen.

Dabei ist der Casco sehr gut verstellbar, wobei er dennoch nicht auf jeden Kopf passt. Das Gewicht ist gering, sodass er kaum spürbar auf dem Kopf des Nutzers ruht.

Derzeit bewerten ca. 90 % aller Käufer den Helm positiv.
Folgende Punkte werden besonders oft als positiv erwähnt:

  • Qualitativ hochwertige Verarbeitung
  • Gute Belüftung
  • Perfekte Passform
  • Interessantes Design
  • Toller Verschluss
  • Leichtigkeit
  • Abnehmbarer Schirm
  • Gute Einstellmöglichkeiten
  • Insektenschutz

Besonders begeistert sind die meisten Personen von dem neuartigen Verschluss, dem CASCO-Loc. Die Bedienung dieses Verschlusses sei einfach und clever. Es handle sich um einen sportlichen Helm mit vorbildlichem Gurtsystem.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Fahrradhelm kaufst

Welche unterschiedlichen Typen von Fahrradhelmen gibt es?

Typ Beschreibung
Mountainbikehelm Mountainbikehelme sind speziell für das Gelände gedacht. Ihr Gewicht ist relativ leicht und sie besitzen viele Belüftungsöffnungen. Außerdem sind sie mit zusätzlichen Visieren ausgestattet, die dem Radfahrer zusätzlichen Schutz (z.B. vor der Sonne oder tiefhängenden Ästen) bieten.
Rennradhelm Diese Modelle sind besonders gut für Radfahrten mit hohen Geschwindigkeiten geeignet. Sie sind leicht, haben viele Belüftungsschlitze und bieten trotzdem guten Schutz. Die aerodynamische Form sorgt zusätzlich für einen möglichst geringen Luftwiderstand.
BMX-Helm Dieser kompakte Fahrradhelm eignet sich perfekt für den Fun-Sport. Er besteht aus einer dicht geschlossenen, runden Halbschale, die dem Radfahrer einen robusten Schutz für Dirt-, BMX-, oder Skateaktivitäten verspricht. Die Besonderheit dieses Helms ist seine unverwechselbare Bauform.
City-Helm Für den Alltag ist ein City-Fahrradhelm geeignet. Leichte, bequeme und individuelle City-, Trekking- und E-Bike-Helme gelten als Allrounder und sorgen für genügend Schutz.
Downhill-/Full-Helm Der Downhill-Helm ist wie der BMX-Helm für den Fun-Sport gedacht. Durch die auffällige Hartschale und den stabilen Kinnbügel ist dieses Modell einer der sichersten Fahrradhelme. Mit diesem Produkt ist nicht nur der Kopf, sondern auch der Kinnbereich umfassend geschützt.
Kinderhelm Kinderhelme gibt es in verschiedenen Ausführungen. Du kannst zwischen belüfteten Helmen und Halbschalen mit vielen kindgerechten Designs und bunten Mustern wählen.

Ist es gesetzlich verpflichtend einen Fahrradhelm zu tragen?

Eine generelle Helmpflicht beim Fahrradfahren wird bislang in Deutschland, Österreich und auch der Schweiz abgelehnt, da der Gesetzgeber hier an die individuelle Entscheidungsfähigkeit der Bürger appelliert. Jeder Radfahrer muss für sich entscheiden, ob er zum Helm greifen möchte. Es ist der Eigenverantwortung überlassen.

In Österreich jedoch besteht bei Kindern bis zum Alter von 12 Jahren eine Helmpflicht. Konkret gilt die Radhelmpflicht für Kinder, wenn sie Radfahren oder auf einem Fahrrad (zum Beispiel im Kindersitz) oder in einem Fahrradanhänger mitgeführt werden.

Warum sollte ich einen Fahrradhelm tragen? Lohnt er sich überhaupt?

Ein Fahrradhelm schützt dich bei einem Sturz vor Kopfverletzungen, indem der eingebaute Schaumstoff die Funktion einer Knautschzone übernimmt. Die Energie sowie die Wucht des Aufpralls werden vom Helm abgefangen. Zahlreiche Statistiken zeigen, dass Radfahrhelme ernsthafte Verletzungen verhindern können. Die folgenden Verletzungen können durch einen Helm verhindert oder zumindest vermindert werden:

  • Platzwunden
  • Abschürfungen
  • Prellungen
  • Schädelknochenbrüche
  • Gehirnerschütterungen
  • Schleudertraumata

Welche Komponenten für den Fahrradhelm erhöhen die Sicherheit?

Die Basis aller Fahrradhelme, die vorhanden sein muss um die Sicherheit zu gewährleisten, ist prinzipiell in vier unterschiedliche Komponenten aufgeteilt. Vor allem das Innenleben zusammen mit dem Polster und die umgebende Schale sind entscheidend.

Die äußere Schale eines Fahrradhelms besteht heutzutage entweder aus dünnem oder hartem Kunststoff. Am weitesten verbreitet sind die Mikroschalen-Helme, deren dünner Kunststoffüberzug das Abgleiten vom Untergrund erleichtert. Hartschalen-Helme hingegen sind von hartem Kunststoff umgeben, die zusätzlich Schutz gegen mechanische Einwirkung gibt.

Unter der Schale sitzt in Bezug auf die Sicherheit die wahrscheinlich wichtigste Komponente, der Schaumstoff. Dieser dient bei einem Aufprall als Knautschzone wie ein Puffer zwischen Kopf und Asphalt. Der Schaumstoff nimmt durch Kompression Energie auf und dämpft damit die Stöße bei einem Aufprall.

Zusätzlich sollten in Bezug auf die Sicherheit auch noch die beiden Komponenten des Verschlusses sowie der Größen-Stellschraube erwähnt werden. Der Verschluss unter dem Kinn in Kombination mit der Größeneinstellung am hinteren Ende des Helmes gewährleisten einen optimalen Sitz des Helmes auf dem Kopf. Nur perfekt sitzende Helme sorgen dafür, dass Schale und Schaumstoff seine Funktionen optimal entfalten können.

Trotz Helm: Es bleibt ein Restrisiko

Trotz der nachgewiesenen Verminderung von Verletzungen durch das Tragen von Fahrradhelmen bei Unfällen bleibt immer ein gewisses Restrisiko vorhanden, nicht doch Verletzungen im Kopfbereich davon zu tragen.

Studien haben ebenfalls gezeigt, dass zwar Frakturen und offene Schädelverletzungen mit Helm seltener sind, aber schwerste Gehirnerschütterungen, Schädelhirntraumata oder Einblutungen ins Gehirn mit und ohne Helm gleich verteilt sind. Dies liegt vor allem daran, dass Fahrradhelme im Vergleich zu Motorradhelmen eine viel geringere Pufferwirkung besitzen.

Bei Unfällen mit niedriger Geschwindigkeit ist ein Fahrradhelm ein wirksamer Schutz gegen Weichteilverletzungen und Schädelbrüche, im Bereich von hohen Geschwindigkeiten kann er aber oftmals Hirnverletzungen nicht komplett verhindern. Mit verantwortlich dafür ist auch die Erkenntnis, dass Fahrradfahrer mit Helm eine höhere Risikobereitschaft besitzen als Fahrradfahrer ohne Helm.

Was kostet ein sicherer Fahrradhelm?

Ein qualitativ hochwertiger Fahrradhelm muss nicht unbedingt viel kosten. Ein Test des Automobilclubs ADAC verlieh sogar dem günstigsten von zehn überprüften Helmen die Note „gut“. Der günstigste dieser getesteten Helme war der „Prophete 0903“, der bereits zu einem Preis von circa 20 Euro erhältlich ist. Der „Daimor Road“ von Casco um 75 Euro wurde im selben Test zum Vergleichssieger erklärt.

Natürlich gibt es auch noch weitaus teurere Modelle, deren Verkaufspreise bis zu mehreren hundert Euro steigen können. Wir empfehlen dir, vor dem Kauf eines Fahrradhelms aktuelle Statistiken zu durchforsten, um herauszufinden, wie sicher der ausgewählte Helm eingestuft wird.

Welcher Fahrradhelm ist für mich geeignet?

Es gibt Helme für Bikes in beinahe jeder vorstellbaren Farbe, Form und Größe. Bevor du dich aber für einen Fahrradhelm entscheidest, solltest du dir einige wichtige Fragen stellen:

  • Entspricht der Fahrradhelm den Sicherheitsbestimmungen?
  • Passt der Helm oder gibt es Druckstellen?
  • Welche Helmgröße brauche ich?
  • Wird mein Kopf ausreichend belüftet?
  • Passt das Gewicht des Modells?
  • Reicht die Länge des Riemens aus? Ist dieser zu lang oder zu kurz?
  • Gefallen mir das Design und die Farbe?

Worauf sollte ich beim Kauf eines Fahrradhelms für ein Kind achten?

Grundsätzlich gelten beim Kauf eines Fahrradhelms für Kinder die gleichen Kriterien wie auch bei Fahrradhelmen für Erwachsene. Auf einige Faktoren solltest du jedoch besonderes Augenmerk legen. Die nachfolgenden Punkte sind die Hauptkriterien, die du beim Kauf beachten solltest:

  • Sehr gute Schutzfunktion, gute Stoßabsorbierung
  • Guter Tragekomfort, perfekter Sitz, gute Belüftung
  • Helle Farben und Reflektoren für gute Sichtbarkeit

Welche Fahrradhelmgröße ist die richtige für dich?

Die passende Größe kannst du schnell und einfach selbst herausfinden, indem du mithilfe eines Maßbandes deinen Kopfumfang misst und einen Zentimeter addierst. Das Maßband sollte dabei etwas oberhalb der Ohren und über der Stirnmitte (etwa zweieinhalb Zentimeter oberhalb der Augenbrauen) angelegt werden. Die Formel lautet also: Helmgröße = Kopfumfang + einem Zentimeter.

Zusätzlich kannst du auch noch in unserer Tabelle nachlesen, wie viele Zentimeter welcher Helmgröße entsprechen:

Kopfumfang Helmgröße
51-52 cm XXS
53-54 cm XS
55-56 cm S
57-58 cm M
59-60 cm L
61-62 cm XL
63-64 cm XXL

Welche Fahrradhelmgröße ist die richtige für dein Kind?

Das Maßband muss auch bei Kindern oberhalb der Ohren und über der Stirnmitte angelegt werden. Anschließend musst du einen Zentimeter zum Kopfumfang addieren. Hier ist die passende Tabelle, mit der du nach dem Abmessen die richtige Größe ermitteln kannst:

Alter Kopfumfang Helmgröße
ab 1 Jahr 44-49 cm XS
ab 2 Jahren 46-51 cm S
ab 3 Jahren 49-53 cm S / M
ab 4 Jahren 53-59 cm M

Wie sollte ein gut passender Fahrradhelm sitzen?

Die Vorderkante des Radhelms muss mit den Augenbrauen abschließen. Es ist wichtig, dass dein Fahrradhelm nicht schief oder zu tief im Nacken sitzt. Auf der Hinterseite des Helms befindet sich meistens noch ein kleines Drehrad, um den Helm festzudrehen, damit er nicht wackelt oder verrutschen kann. Der Fahrradhelm muss so fest sitzen, dass die Stirn ein wenig Falten schlägt, wenn du den Helm vor- und zurückbewegst.

Helm

Die Riemen müssen stramm angezogen werden, damit sie an den Wangen und am Unterkiefer anliegen. Der Fahrradhelm sollte den Kopf sicher umschließen.

Hier sollte noch einmal deutlich betont werden, dass eine vollständige Schutzwirkung nicht gewährleistet werden kann, wenn der falsche Helm benutzt wird oder der richtige Helm nicht sorgfältig angepasst wird. Im schlimmsten Fall ist die Schutzwirkung sogar ganz ausgeschlossen. Deswegen solltest du wirklich darauf achten, den richtigen Fahrradhelm für deine bevorzugte Radsportart zu wählen.

Wann sollte ein Fahrradhelm erneuert werden?

Gründe für einen Austausch:

  • Alter
  • Schaden

Wenn der Fahrradhelm bei einem Unfall auf den Boden aufschlägt oder einfach nur aus der Hand rutscht und auf den Asphalt prallt, raten wir dir zum Kauf eines neuen. Ein Fahrradhelm kann durch einen Aufprall im Inneren beschädigt sein, selbst wenn keine äußerlichen Schäden erkennbar sind. Dabei sind die Herstellerangaben entscheidend, da meist eine gewisse Nutzungsdauer angegeben ist.

Bikehelme sollten auch ohne Beschädigung nach drei bis spätestens fünf Jahren ausgetauscht werden, da das Material des Helms altert und somit die Schutzwirkung abnimmt.

Wo kann ich einen Fahrradhelm kaufen?

Einen Fahrradhelm kannst du sowohl im gut sortierten Fachhandel als auch in vielen Kaufhäusern und manchmal auch in Supermärkten kaufen. Helme für das Fahrrad verkaufen sich seit eh und je am besten in Sportgeschäften, da die Kunden gerne eine individuelle Kaufberatung genießen.

Laut unseren Recherchen werden viele Helme über folgende Shops verkauft:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • idealo.de
  • Lidl
  • bike-discount.de
  • fahrrad.de
  • real.de
  • helmfabrik.com

Allerdings kaufen viele Leute ihren passenden Fahrradhelm vermehrt über das Internet, da dort die Auswahl größer ist und die Preise teilweise niedriger sind. Mittlerweile besteht auch die Möglichkeit, sich über das Internet gut beraten und informieren zu lassen.

Fahrradfahrer mit Fahrradhelmen

Ein gut sitzender Fahrradhelm ist ein „Must-Have“, um Kinder und Erwachsene vor schweren Kopfverletzungen beim Radfahren zu schützen. Möchtest du einen Helm zum Freeriden oder Downhillen erwerben, ist ein Hartschalenhelm zu empfehlen. Mikroschalenhelme sind abgesehen davon wohl am beliebtesten, da sie sowohl sicher als auch bequem sind. (Foto: fgmsp / Pixabay.com)

Welche bekannten Marken und Hersteller gibt es bei Fahrradhelmen?

Die zwei wohl bekanntesten, weil auch ältesten Marken für Fahrradhelme sind uvex und ABUS. ABUS begeistert Kunden bereits seit 1924, uvex seit 1926 mit den besten Helmen für Fahrradfahrer. Dabei glänzt ABUS durch hohen Tragekomfort, viele Belüftungsöffnungen und einfache Verschlüsse, während uvex durch geringes Gewicht, bunte Designs und höchste Sicherheitsansprüche überzeugt.

Eine weitere bekannte Marke, die schon einige Zeit auf dem Markt von Fahrradhelmen vorherrscht, ist Scott. Seit 1958 versucht die Firma, durch dynamische Designs, hohen Tragekomfort und gute Belüftungssysteme die Kunden zu überzeugen.

Demgegenüber stehen zwei Marken, die erst viel später gegründet worden sind. Alpina wurde 1980 gegründet und führte beispielsweise das erste Größenverstellsystem ein. Seither führt die Marke viele Helme mit angenehmer Polsterung und großen Belüftungen. Nutcase wurde im Jahr 2000 gegründet und überzeugt seither mit extravaganten Designs, Helmen in Halbschalenform oder mit Magnetverschlüssen.

Entscheidung: Welche Arten von Fahrradhelmen gibt es und welcher ist der richtige für dich?

Je nachdem, welche Radsportart du ausübst und in welcher Umgebung du fährst, hast du andere Schutzanforderungen und Verletzungsrisiken. Uns ist es deshalb wichtig, über die Unterschiede der verschiedenen Helme aufzuklären.

Grundsätzlich wird zwischen drei verschiedenen Fahrradhelmtypen unterschieden:

  • Hartschalenhelme
  • Weichschalenhelme
  • Mikroschalenhelme

Jede dieser Arten hat eine spezielle Zusammensetzung von Bauteilen und somit ganz individuelle Vor- und Nachteile. Im Allgemeinen besteht ein Fahrradhelm aus drei Elementen: einem Bügel um das Kinn, einem formenden Schaumstoff sowie einem Überzug über dem Schaumstoff.

Im Nachfolgenden werden wir dir die oben genannten Arten von Helmen mit all ihren Vor- aber auch Nachteilen etwas genauer vorstellen, um dir die Wahl deines perfekten Fahrradhelms zu erleichtern.

Wie ist ein Hartschalenhelm zusammengesetzt und worin liegen seine Vor- und Nachteile?

Die Besonderheit eines Hartschalenhelms liegt an seinem Überzug aus hartem, glattem Kunststoff. Diese harte Außenschale soll dafür sorgen, dass dein Kopf optimal geschützt wird. Außerdem erleichtert die glatte Oberfläche das einfache Abrollen und beugt somit der Gefahr eines Schleudertraumas vor.

Häufig sind Hartschalenhelme außerdem noch mit einem Kinnbügel, der das Gesicht schützen soll, ausgestattet. Der einzige Nachteil des Hartschalenhelms ist sein Gewicht.

Vorteile
  • Unkomplizierte Reinigung
  • Ausgezeichneter Schutz
Nachteile
  • Höheres Gewicht
  • Teuer

Durch die gute Schutzwirkung, die einfache Pflege und sein hohes Eigengewicht ist der Hartschalenhelm hauptsächlich im Freeride- oder Downhill-Bereich anzutreffen. Der Einsatzbereich vergrößert sich aber laufend.

Wie ist ein Weichschalenhelm aufgebaut und worin liegen seine Vor- und Nachteile?

Im Gegensatz zu einem Hartschalenhelm besteht ein Weichschalenhelm nur aus Hartschaumstoff. Er besitzt auf der Oberseite keine Kunststoffschicht als Außenschale und ist auch nicht mit weiteren Sicherheitsextras ausgestattet. Die weiche Oberfläche gleitet bei einem Aufprall nicht vom Untergrund ab und erhöht somit die Gefahr eines Schleudertraumas.

Vorteile
  • Preisgünstig
  • Leichtes Gewicht
  • Wechselbare Bezüge
Nachteile
  • Geringe Sicherheit
  • Umständliche Reinigung

Zudem lässt sich ein Weichschalenhelm schwer reinigen. Jedoch gibt es austauschbare Überzüge, um ihn länger sauber zu halten. Der Weichschalenhelm kann hauptsächlich mit seinem niedrigen Gewicht sowie dem günstigeren Preis punkten.

Weichschalenhelme werden aufgrund ihrer ungenügenden Sicherheit kaum mehr angeboten. Vor einigen Jahren jedoch waren sie, vermutlich wegen ihres günstigen Preises und leichten Gewichts, als Kinderhelme noch sehr verbreitet.

Wie sieht der Aufbau eines Mikroschalenhelms aus und worin liegen seine Vor- und Nachteile?

Mikroschalenhelme verfügen über einen dünnen und glatten Kunststoffüberzug, der den Helm bei einem Sturz zusammenhält und zusätzlich ein leichtes Abgleiten vom Untergrund verspricht. Bei der Innenschale handelt es sich um stoßabsorbierenden EPS-Schaum. Zusätzlich besitzen diese Helme kleine oder große Lüftungsöffnungen, um eine kontinuierliche Belüftung des Kopfes zu ermöglichen.

Außerdem sind Mikroschalenhelme um einiges leichter als Hartschalenhelme und lassen sich im Vergleich zu Weichschalenhelmen gut reinigen. Einen kleinen Nachteil hat der Helm gegenüber einem Hartschalenhelm: Er schützt den Hinterkopf aufgrund seiner Form etwas weniger und ist somit nicht unbedingt für den BMX- und Freeride-Bereich geeignet.

Vorteile
  • Sicherheit
  • Komfort
  • Eher geringes Gewicht
  • Lüftungsöffnungen
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
Nachteile
  • Nicht geeignet für BMX- und Freeride-Bereich

Mikroschalenhelme sind die bekanntesten und weitverbreitetsten Modelle. Egal ob für Rennradfahrer, Alltagsradfahrer, Mountainbiker oder Kinder: Mikroschalenhelme zählen zu den bequemsten Modellen unter den Radhelmen und finden beinahe in jedem Bereich Verwendung.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Fahrradhelme vergleichen und bewerten

Egal ob Mountainbike, BMX oder Rennrad: Wir werden dir helfen, den passenden Fahrradhelm für die bestmögliche Sicherheit zu finden. Mithilfe der nachfolgenden Kriterien möchten wir dich beim Vergleich und der Bewertung von Fahrradhelmen unterstützen, da die Wahl des richtigen Helms für deinen Schutz ausschlaggebend ist.

Dies sind die wichtigsten Bewertungskriterien:

  • Gewicht
  • Konstruktion
  • Größe
  • Passform
  • Belüftung mit / ohne Insektenschutz
  • Visier
  • Kinnbügel
  • Sichtbarkeit
  • Design
  • Gütesiegel

Nachfolgend kannst du lesen, was es mit den jeweiligen Kriterien auf sich hat und erfährst, weshalb es für dich sinnvoll ist, einen Helm mit dieser Funktion zu erwerben oder eben nicht.

Gewicht

Beim Tragekomfort gilt: Je leichter, desto besser. Es gibt Fahrradhelme in vielen unterschiedlichen Gewichtsklassen. Diese Gewichtsklassen reichen von 175 Gramm bis hin zu circa 400 Gramm. Die meisten Radfahrer bevorzugen möglichst leichte Helme, die durch ihr geringes Eigengewicht kaum spürbar sind.

Als leichtester Rennradhelm der Welt gilt der Helm mit dem Namen „Ultralight+“ von dem italienischer Hersteller Limar. Er bringt nur knappe 175 Gramm auf die Waage. Erhältlich ist er für circa 160 Euro in diversen Online-Shops.

Konstruktion

Hier gilt es, sich zwischen einem Hartschalen-, Weichschalen- oder Mikroschalenhelm zu entscheiden. Je nach Verwendung, Preisklasse und Funktion ist eine der drei Konstruktionen besonders gut für dich geeignet.

Hartschalenhelme sind durch ihre hohe Schutzwirkung, die einfache Pflege und das relativ schwere Gewicht hauptsächlich im Freeride- oder Downhill-Bereich anzutreffen.

Weichschalenhelme werden aufgrund ihres geringen Schutzes kaum mehr angeboten. Vor einigen Jahren jedoch waren sie, vermutlich wegen ihres günstigen Preises und ihrem geringen Gewicht, als Kinderhelme noch sehr verbreitet.

Mikroschalenhelme sind die mittlerweile bekanntesten und weitverbreitetsten Modelle. Sie sind leicht, sicher, bequem und gut belüftet. Egal ob für Rennradfahrer oder Kinder, Mikroschalenhelme stehen für die bequeme Sicherheit unter den Radhelmen.

Größe

Fahrradhelme werden in jedem Sportfachgeschäft, aber auch beim Discounter und in anderen Läden in unterschiedlichen Helmgrößen angeboten. Was prinzipiell eine gute Sache ist, kann allerdings auch zu Verwirrung führen – nämlich dann, wenn du nicht weißt, welche Fahrradhelmgröße du brauchst.

Viele Hersteller beschriften ihre Helme mit zwei unterschiedlichen Angaben: Der gängigen Größenangabe in XS bis XL und der Zentimeterangabe. Bei Letzterer handelt es sich um den Kopfumfang, den du ganz einfach mit einem Maßband nachmessen kannst.

Passform

Eine perfekte Passform ist ein sehr wichtiges Kriterium. Ein Helm sitzt dann perfekt, wenn er sich auch bei starker Kopfbewegung nicht von der Stelle rührt und trotzdem nirgends drückt oder wackelt.

Dafür spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

  • Größenanpassung
  • Kinngurt
  • Polsterung

Die meisten Helme besitzen auf der Rückseite ein kleines Drehrad, mit dem die Größe individuell angepasst werden kann.

Auch der Kinngurt ist dazu da, den Helm fest am Kopf zu befestigen. Der Kinngurt eines Fahrradhelms sollte bequem an den Wangen und dem Kinn aufliegen. Die Riemen sollten weder zu lang noch zu kurz sein. Außerdem erhöht ein teilweise oder komplett gepolsterter Kinngurt den Tragekomfort.

Zudem spielt die Innenpolsterung des Helms eine große Rolle. Es sollten keine Druckstellen erzeugt werden. Bei manchen Helmen können die Innenpolster teilweise oder ganz herausgenommen werden. Somit besteht die Möglichkeit, die Polsterung zu waschen, um den Helm auch im Inneren sauber zu halten.

Fahrradhelm

Beim Kauf eines Fahrradhelmes solltest du unbedingt auf die Passform achten. Passt der Helm dir nicht gut, kann dies gefährlich werden.

Belüftung mit / ohne Insektenschutz

Sehr interessant für die Frage nach dem Tragekomfort ist eine ausreichende Belüftung und im besten Fall ein guter Insektenschutz. Bei einer guten Belüftung des Helms muss der Träger weniger schwitzen. Vor allem in den etwas höheren Preisklassen besitzen Fahrradhelme oft große Belüftungsöffnungen. Um dich vor Bienen, Mücken oder Dreck zu schützen, kannst du dich für einen Helm mit eingeklebtem Insektengitter entscheiden.

Visier

Der Sinn und Zweck eines Visiers liegt in seiner Schutzfunktion. Es soll den Sportler vor der Sonne, Insekten, Wind und Niederschlag schützen. Viele Fahrradhelme – vor allem Mountainbikehelme oder BMX-Helme – besitzen ein abnehmbares Visier. Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit, Visiere nachzukaufen, die sich anschließend auf jeden Helm montieren lassen.

Kinnbügel

Je nach Verwendung des Helms empfiehlt sich für den optimalen Schutz ein Kinnbügel, der zusätzlich den Vorderkopf vor schlimmen Verletzungen bewahrt. Besonders im Bereich Freeride oder Downhill werden Helme mit Kinnbügel bevorzugt.

Meist sind die Bügel nicht fest montiert, sondern abnehmbar, um den Helm bei anderen Verwendungszwecken anpassen zu können. Ein abnehmbarer Bügel sitzt aber eventuell nicht ganz so fest und zuverlässig wie ein fest angebrachter.

Sichtbarkeit

Wer gesehen wird, der wird auch nicht so schnell überfahren. Deshalb sollte das Kriterium Sichtbarkeit eine Rolle beim Kauf eines Fahrradhelms spielen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar zu sein.

Mittlerweile gibt es Reflektoren und auch batteriebetriebene Rückleuchten an den Einstellrädchen, mit denen Radfahrer auch bei Dunkelheit und schlechtem Wetter gut sichtbar bleiben. Auch eine Lackierung in Signalfarbe oder eine auffällige Farbkombination können im Verkehr hilfreich sein. Besonders bei Kindern solltest du auf eine ausreichende Sichtbarkeit achten.

Zudem raten wir dir, nicht nur auf die Sichtbarkeitshilfen am Helm zu setzen, sondern auch durch geeignete Kleidung und ein gut beleuchtetes Fahrrad aufzufallen.

Design

Ein Fahrradhelm muss nicht hässlich sein. Es gibt mittlerweile sehr viele verschiedene Designs. Jedoch solltest du dich trotzdem für einen Fahrradhelm in einer möglichst leuchtenden Farbe entscheiden, um für andere Verkehrsteilnehmer schnell erkennbar zu sein. Besonders gut geeignet sind gelbe, orange und rote Helme, da es sich bei diesen Farben um Signalfarben handelt.

Fahrradhelm

Bei Fahrradhelmen eignen sich besonders gut kräftige Farben, damit du im Straßenverkehr auch besonders gut zu erkennen bist. Fahrradhelme gibt es in den verschiedensten Farben und Designs zu kaufen. (Foto: Projekt_Kaffeebart / pixabay.com)

Gütesiegel

Prüfsiegel geben an, ob das Modell bestimmten Richtlinien entspricht und deshalb auch empfohlen werden kann. Eines oder mehrere Gütesiegel sollten also auf keinen Fall fehlen. Jeder in Europa angebotene Helm muss der EN-Norm 1078 entsprechen.

Auch ein TÜV- sowie das CE-Siegel sind nicht von Nachteil. Etwas weiter unten kannst du genauer nachlesen, was es mit der EN-Norm 1078 oder auch dem TÜV-Siegel auf sich hat. Es kann also auf keinen Fall schaden, vor dem Kauf zu recherchieren, um etwas über die Stärken und Schwächen des persönlichen Wunschhelms herauszufinden.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Fahrradhelm

Was ist der Fahrradhelm mit Airbag?

Im Auto gehören Airbags mittlerweile zum Standard und schützen die Insassen bei Unfällen vor größeren Verletzungen. Hövding bezeichnet hingegen den weltweit ersten Airbag für Radfahrer, welcher laut Studienergebnissen acht Mal sicherer ist als herkömmliche Fahrradhelme.

Nach sieben Jahren Forschung und Entwicklung wurde Hövding 2012 mit dem Ziel auf den Markt gebracht, die Sicherheit von Radfahrern zu erhöhen und gleichzeitig einen Helm anzubieten, den jeder gerne trägt.

Der Hövding wird ähnlich wie ein Schal nur um den Nacken gelegt bzw. um den Hals getragen. Mithilfe einer speziellen Sensorik erkennt er die Bewegungsabläufe beim Radfahren. Bei einem Unfall bläst er sich innerhalb von 0,1 Sekunden auf und umschließt dann Kopf- sowie Halsbereich.

Der Helm besteht aus hoch resistentem Nylonstoff und reißt deshalb auch bei sehr spitzen Gegenständen nicht ein. Das Luftpolster schützt selbst bei sehr hohen Geschwindigkeiten oder sehr weiten Stürzen. Damit werden Verletzungen der Schädeldecke, am Nacken und im Halsbereich vermieden.

Wie reinige und pflege ich meinen Fahrradhelm optimal?

Damit die Lebensdauer eines Fahrradhelmes verlängert werden kann, sollte er auch richtig gepflegt werden. Bei Nichtgebrauch sollten Fahrradhelme kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Wärmequellen sollten deshalb auf jeden Fall vermieden werden.

Zu Reinigung der Oberschale als auch der Innenschale reicht lauwarmes Wasser mit Spülmittel oder einer milden Seifenlauge, während Lösungsmittel nie verwendet werden sollten. Lösungen oder ölige Substanzen können einen Helm porös machen und damit unbrauchbar.

Teilweise können Polsterungen auch abgenommen und anschließend in der Waschmaschine oder per Hand gereinigt werden. In den Polstern sammeln sich mit der Zeit vor allem Schweißreste und Staubpartikel, weshalb eine regelmäßige Reinigung durchaus sinnvoll ist.

Gibt es auch Fahrradhelme, die ich selbst designen, personalisieren kann?

Fahrradhelme gibt es heutzutage bereits in vielen verschiedenen Ausführungen zu kaufen und meist ist der Phantasie wenig Grenzen gesetzt. In Deutschland muss jedoch darauf geachtet werden, dass diese den Sicherheitsstandards genügen.

Selbst designen oder personalisieren ist in dieser Hinsicht sehr schwierig, da Fahrradhelme einen gewissen Grundaufbau haben müssen. Dementsprechend könnte man nur die Oberfläche unterschiedlich lackieren. Hier finden sich vereinzelte Angebote, die von direkter Umlackierung über Folien bis hin zu Stickern reichen.

Seit wann gibt es Helme für das Fahrrad?

Vor dem Aufkommen der Fahrradhelme war es üblich, bei Radrennen eine sogenannte Sturzkappe beziehungsweise einen Sturzring zu tragen. Dieser ähnelte äußerlich dem modernen Fahrradhelm. Die am Kopf von vorn nach hinten verlaufenden, aus Leder gefertigten, gefüllten Schläuche lagen direkt auf dem Kopf auf.

Die flexible Konstruktion war, im Gegensatz zu der des heutigen Helms, oft knick- oder faltbar. Durch das direkte Aufliegen der Sturzkappen auf dem Kopf konnte keine Wärmeabfuhr durch den Fahrtwind erfolgen, wodurch das Tragen besonders an heißen Tagen sehr unbequem war. Durch die flexible Bauweise war nur eine geringe Schutzwirkung möglich.

Vereinzelt wurden bei Rennen seit dem Jahr 1920 auch Hartschalenhelme eingesetzt, die den alten Halbschalenhelmen der Motorradfahrer entsprachen. Helme für Breitensportler kamen in den 1970er-Jahren auf, eine wachsende Verbreitung bei Freizeitradfahrern stellte sich Ende der 1980er-Jahre ein.

Die ersten Diskussionen über die Helmpflicht sowie erste Helmpflichtgesetze im deutschsprachigen Bereich gibt es seit Anfang der 1990er-Jahre.

Fahrradhelm

Bei Fahrradhelmen gibt es sehr viele unterschiedliche Designs, unter welchen du deinen Favoriten auswählen kannst.

Mithilfe welcher Kriterien und Methoden werden Fahrradhelme vom ADAC geprüft?

Die Anforderungen sind in vier Bereiche unterteilt:

Prüfkriterium Kopfschutz

  • Stoßdämpfung in Anlehnung an die DIN EN 1078
  • Festigkeit des Kinnriemens und Verschlusses gemäß DIN EN 1078
  • Abstreifsicherheit gemäß DIN EN 1078
  • Öffnen des Verschlusses unter Last gemäß DIN EN 1078

Prüfkriterium Komfort, Trageeigenschaften und Handhabung

  • Insektenschutz
  • Belüftung mittels thermografischer Aufnahmen
  • Passform mit mehreren Probanden, Benutzung mit Brille, Kopf- und Riemenanpassung, Blendschutz, Bedienbarkeit

Prüfkriterium Erkennbarkeit

  • Wirkung der Reflektoren
  • Wirkung der Leuchten

Qualitätssicherung

  • Begleitung des Tests durch Herrn Prof. Dr. Stoll, Hochschule München
  • Durchgängiges Vier-Augen-Prinzip
  • Durchgängige Dokumentation mittels Bild, Video und Datenverarbeitung
  • Grundsätzlich anonymisierter Einkauf der Testprodukte

Gibt es Tests von Stiftung Warentest zu Fahrradhelmen?

Auch Stiftung Warentest testet für jede Fahrradsaison die aktuellsten Helme und verlangt diesen meist sogar mehr ab als bei Normprüfungen. So deckte Stiftung Warentest vor kurzem auf, dass viele Anbieter in Bezug auf den Schläfenschutz nachzubessern hatten. Dies wurde bei der Normprüfung nicht abgeprüft.

Dabei legt Stiftung Warentest Wert darauf, die Prüfungen so praxisnah wie möglich durchzuführen. Beispielsweise werden die Helme hier nicht nur im Labor, sondern auch auf mehrtätigen Radtouren direkt in der Praxis untersucht.

Fahrradhelme werden von Stiftung Warentest in den Disziplinen Unfallschutz, Handhabung und Komfort, sowie Hitzebeständigkeit und Schadstoffbelastung untersucht. Im Jahr 2017 schnitten beispielsweise nur 7 von 15 Helmen mit der Bewertung gut ab.

Testet ÖKO Test auch Fahrradhelme?

Neben den Tests von ADAC und Stiftung Warentest untersucht auch ÖKO Test immer wieder die gängigsten Modelle von Fahrradhelmen. Erst Mitte 2018 testete ÖKO Test 11 Fahrradhelme auf ihre Tauglichkeit.

Dabei verwendet ÖKO Test beispielsweise die Disziplinen Schutzfunktion, Trageeigenschaften und Ausstattung. Zusätzlich werden die Helme einer Praxisprüfung unterzogen und auf Inhaltsstoffe und weitere Mängel getestet.

2018 zeigten sich zwei der teuersten Helme als die schlechtesten Modelle, während nur ein Helm mit dem Prädikat sehr gut ausgezeichnet wurde. Erfreulich hingegen war, dass zwei der besten Helme unter 30 Euro zu kaufen sind.

Was ist die EN 1078?

Gemäß der europäischen Norm EN 1078 sollen Fahrradhelme, die auf den Markt kommen, erst einer Prüfung unterzogen werden. Die DIN EN 1078 bezieht sich auf die vom TÜV geprüften und zertifizierten Sporthelme sowie Protektoren. Hier hat vor allem Sicherheit oberste Priorität.

Die Anforderungen und die entsprechenden Prüfmethoden dieser Norm beziehen sich auf folgende Punkte:

  • Konstruktion des Helms, einschließlich Sichtfeld
  • Stoßdämpfende Eigenschaften
  • Merkmale der Trageeinrichtung inklusive Kinnriemen und Befestigung
  • Kennzeichnung und Information

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] http://www.radworkshop.info/cms/images/stories/Files/helmeinstellung.pdf


[2] https://www.kindergesundheit-info.de/index.php?id=8385


[3] http://www.menshealth.de/artikel/der-richtige-fahrradhelm-fuer-sie.121719.html

Bildquelle: Pixabay.com / Simon Connellan

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